„Wo fahrt ihr denn hin?“ – „Auswärts.“ – „Ne, jetzt sag doch mal!“
7. Dezember 2009
Da sich niemand so recht um den Hoffenheim-Bericht gekümmert hat, habe ich dies als stille Aufforderung mir gegenüber verstanden, meinen Arsch hochzubekommen. Hat dennoch ne Weile gedauert, tut mir Leid 😉 Hängt auch damit zusammen, dass man ehrlich sein muss und sagen muss, dass es bei so Berichten ja immer Dinge gibt, die man nicht unbedingt hier reinschreiben will. Wenn sich dann allerdings ein Spieltag komplett aus solchen Dingen zusammensetzt, heißt das a) Ein erlebnisreicher Spieltag , aber im Umkehrschluss b) ein spärlicher Bericht. 😉 Ich wills trotzdem probieren…
Zum Auswärtsspiel beim Traditionsverein Lieblingsspielzeug Dietmar Hopps reiste ein munterer Haufen aus Hessen, begleitet von einigen Dortmunder Zugfahrern in bester Laune auf eine (für manche schon länger ausgebliebene) nette WET-Tour gen Süden. Am Einstiegsbahnhof fand dann ein lustig anzuhörender Dialog statt, der die Kompetenz der uns begleitenden Polizeieinheiten schon gleich am frühen Morgen bestätigte. So gab sich eine junge, motivierte Polizistin mit unserem Auswärtssziel „Wolfsburg“ zufrieden, um dies gleich ihrem Einsatzleiter zu berichten. Gab es im Vorfeld Spekulationen hinsichtlich diversen Mitfahrern, sollten diese schnell im Nichts verpuffen. Dennoch wurde der Dortmunder Haufen aus Schutz vor den Kasseler Bestien (die gefühlte 5km weiter hinten eingekesselt waren) professionell ein Gleis weitergeführt, das heißt eine Strecke von 5 Metern. Danke, hätten den Weg sicher nicht gefunden! Nun folgte der entspannte Teil bis ins schöne Heidelberg, wo der nächste Umstieg anstand, bis man schließlich die Weltmetropole Sinsheim erreichte. Der von den Ordnungshütern angedachte Bustransfer wurde dankend abgelehnt um sich diese spannende Stadt zu Fuß mal näher anzuschauen. Mal Spaß beiseite, Sinsheim ist mindestens mal so scheiße wie der Verein, der dort spielt. Also Alles im Gleichgewicht.
Irgendwann kam man dann auch im Gästeblock an und der wichtige Teil des Tages konnte beginnen. Das Spiel wird wohl jeder selbst gesehen haben, zu den Begebenheiten im dortigen Stadion will ich lieber nichts sagen – Nur so viel, es war weitaus schlimmer als ich es mir vorgestellt habe. Umso größer die Genugtuung, dort nach einem spannenden Spiel 3 Punkte mitgenommen zu haben – Wie schon von Vielen bemerkt, eine bessere Antwort auf das Modell Hoffenheim gibt es nicht. Tradition schlägt jeden Trend!
Nach dem Spiel benutzte man dann schließlich doch die Busse um an den Bahnhof zu gelangen; ein Mitfahrer und meine Wenigkeit konnten sogar einen REWE ausfindig machen, wo man sich für die Rückfahrt eindeckte. Da einige Hoffenheimer die Niederlage dann doch nicht akzeptieren konnten, musste man etwas länger auf ein paar Mitfahrer warten, nichtsdestotrotz saß man am Ende wieder beisammen im Zug gen Heimat, wo man, von ein paar oben genannter Dinge abgesehen, ohne weitere Vorkomnisse abends eintraf.