Herzlichen Glückwunsch, FC Bayern München!
27. April 2010
Die Meisten, vor allem die Frankenfraktion des BVB, werden mich hierfür hassen, nichtsdestotrotz komme ich nicht daran vorbei, mit ehrlichen und nicht erst seit heute existieren Sympathien dem FCB zur Finalteilnahme der Champions League zu gratulieren! Ich hoffe wirklich, dass die Jungs das Ding jetzt auch klarmachen, und zudem noch das Blaue Untervolk hinter sich lassen und meinetwegen auch den Pokal mitnehmen. Ist ne klasse Mannschaft mit einigen guten Charakteren, die auch abseits des Platzes sympathisch rüberkommen. Der Fanszene wünsche ich, dass vielleicht der endlich wieder einkehrende internationale Erfolg dafür sorgt, dass man enger zusammenrückt und die mir als Aussenstehenden immens vorkommenden Spaltungen zwischen Ultras und „Normalos“ (schreckliches Wort) überwunden werden können. Es bleibt nämlich zu erwähnen, dass auch obwohl die Schickeria wohl eine der umstrittensten Gruppen ist, sie allein schon dafür Respekt verdient haben, dass sie eben ihren Weg konsequent weitergegangen sind, gegen Widerstände und Situationen, die sich wohl die wenigsten vorstellen können. So zumindest meine Meinung. (und wie ich vor einiger Zeit feststellen konnte, stehe ich ja zumindest nicht ganz alleine da. 😉 )
Europa (griechisch Εὐρώπη, Eurṓpē)
26. April 2010
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🙂 Das zu allererst, bevor ich mich nun dem Nürnberg-Bericht widmen werde. Es war WET angesagt, und dem fleissigen Leser dürfte aufgefallen sein, dass WET Auswärtstouren natürlich einen ganz anderen Reiz als der olle Heimspiel-Alltag darstellen! So auch letzten Samstag. Los ging es zu einer Recht humanen Uhrzeit, in der man sich zu dritt am Fanbahnhof treffen sollte. Im Vorfeld war zumindest uns schon klar, dass man den ersten Teil der Strecke nicht alleine auf Reisen sein sollte, dementsprechend wurde die Route angepasst, um unliebsamen Begegnungen aus dem Weg zu gehen. Einige andere hielten dies für überflüssig, so konnte man sich einige Kommentare nicht verkneifen, als man selbige Leute dann doch an einem Bahnhof traf, da sie unterwegs auf ebenjene Leute trafen 😉 (Spruchbandstyle ist anstrengend)
Später weiter südlich war die Reisegruppe dann komplett, und man durfte 3 wackere Dortmunder begrüßen, die am Vortag nachts sich auf den Weg machten – Größten Respekt! Dementsprechend ging die Hinfahrt recht schnell rum, und bevor ich jetzt das übliche blabla dazu erwähne, lass ich es einfach 😉 Irgendwann kamen wir auch in Nürnberg an (Fiasko hatte sich leider nicht gestellt) und konnten einige der GE-Freunde kennenlernen, die aber letztendlich doch nicht gerade in Geberlaune waren…
So ging es dann zum Gästeparkplatz, um die Mottoshirts abzuholen. Ich denke nicht nur ich war heilfroh darüber, dass wir vorbestellt hatten – Was da beim „normalen“ Verkauf abging war echt unschön. Sehr erwähnenswert auch der Kommentar von jemandem, der sich fragte ob es hierbei wirklich um die Aktion oder schlicht Konsumgeilheit geht…Wenn da Leuten schon vor Ort das doppelte für das Shirt geboten wird, tendiere ich wohl eher zu letzterem. Leider. Aber egal, das Spiel stand an! Glücklicherweise traf ich mich genau zu dem Zeitpunkt mit Lukas, als das Tor zum Gästesteher wie von Zauberhand ohne Ordnerkontrolle aufsprung, dementsprechend wurde diese Einladung natürlich gerne genutzt.
Lustigerweise trat genau das ein, was ich letzte Woche bemängelt hatte – Gegen Anfang war das alles andere als gut, was wir gespielt haben, am Ende wurde dann aber doch ein recht ungefährdeter 3:2 Sieg rausgespielt – Genau so soll es sein! Die Stimmung dementsprechend richtig gut, besonders der Dauergesang hatte es mir ziemlich angetan, ist auch immer mal wieder schön wenn man einfach mal 10-15 Minuten auf ein Lied abgeht. Nach dem Spiel kamen die Spieler auch zum Block, deckten sich mit Shirts ein (ob sie über den Hintergrund Bescheid wissen, sei mal dahingestellt) und Kevin gab auch nochmal das Europapokallied zum Besten. Mega gut!
Dann sollte es aus dem Block gehen, die Tshirts verloren wir leider an Ingelfingen, die klar in der Überzahl waren. Schnell die Hemden übergestreift (Stimmt, hatte vergessen dass heute Hemdfahrt war, Beteiligung hätte aber besser sein können!) und ab zum Bahnhof. Wurde zwischenzeitlich gehofft, dass wir aufgrund einiger Verspätung doch den Anschlusszug verpassen würden und ICE fahren können, ging es letztendlich leider doch auf und es ging wieder nordwärts. Diesmal durchaus mit Eskalationsfaktor, so trieben laut Aussagen beteiligter Dortmunder Sodomisten,Nekrophile,Kleptomanen und Sextouristen ihr Unwesen… 😉
In der Hauptstadt des Verbrechens angekommen stieg zwischenzeitlich nochmal der Adrenalinspiegel, da natürlich entsprechende Leute rumlungerten und man einige Blicke auf sich zog, das alte Spiel halt. Passiert ist dann, wie immer, am Ende doch nichts.
Borussia Dortmund – Hoffenheimer Retortenverein
20. April 2010
Tja, irgendwie eines der bittersten Unentschieden dieser Runde – Zumindest meiner Meinung nach. Die Einen waren enttäuscht, weil sie wirklich mit der Champions League kalkuliert hatten, die Anderen haben nun kalte Füße bekommen, ob es überhaupt was mit Touren nach Moskau und Tel Aviv werden wird, und wieder Andere können die ersten Beiden Gruppen garnicht verstehen, da sie immer noch fest daran glauben, dass wir alles sicher in trockene Tücher bringen werden. Ich bin da etwas hin und her gerissen – Auf der einen Seite ist es natürlich klar, dass wir alles selbst in der Hand haben. Auf der anderen Seite bereitet mir unsere fehlende Abgezocktheit Sorgen. Man muss natürlich auch ehrlich sein und sagen, dass wirkliche Topmannschaften so Spiele wie Sonntag halt irgendwie noch gewinnen, egal wie schlecht das Spiel sich an und für sich gestaltet. Naja, warten wir es ab. Mehr denn je gilt es unsere Mannschaft noch die restlichen Spiele nach Europa zu brüllen!
Die Anreise gestaltete sich spießig wie immer, so fuhren wir in trauter Zweisamkeit per Fanauto Richtung Dortmund, um vor dem Spiel noch die Frankenfotzen zu treffen und von der Stube aus zum Stadion zu pilgern. Ausnahmsweise verschlug es uns nicht direkt in den Block, sondern der ein oder andere Freude bereitende Spaziergang wurde getätigt. Da man dann schließlich relativ spät dran war und die Blöcke dementsprechend schon überfüllt waren, gönnten wir uns seit langem mal wieder eine Halbzeit im Familienblock 😉 In der zweiten Hälfte ging es dann in Block 12, und postwendend schoss Borussia dann auch das 1:0 . Stimmung war zu dem Zeitpunkt gut, konnte aber lange nicht mit Leverkusen mithalten – Fand ich. Der Rest des Spiels ist bekannt, überall Enttäuschung und „“feiernde“““ Gäste – Nicht mal da hat man sie gehört. Zum Glück hielten sich die Pfiffe gegen die Mannschaft in Grenzen.
Nach dem Spiel gab es dann noch unangenehme Situationen mit 1312 Polizisten, die es mit dem Laufen auf der Straße etwas übergenau nahmen und provozierten wo sie nur konnten – Klar, irgendwie muss man ja den Einsatz rechtfertigen. Hauptsache eine Bullenuschi erdreistet sich dann noch „Nun macht doch kein Drama draus“ zu sagen. Ist klar, Hure!
Doch etwas gefrustet machte man sich dann auf dem Heimweg, um sich noch in Herborn von Ingelfingen zu verabschieden, und mich verschlug es recht postwendend ins Bett, wo ich mich Träumen von deutschen Polizisten im Auslandseinsatz bei PAO – Olympiakos hingab.
Wiesbaden Retortenverein – Borussia Dortmund II
15. April 2010
Damit der Blog wenigstens eine kleine Erfrischung erfährt gibt es hier noch kurz einen kleinen Bericht zum Auswärtsspiel der Amas in Wiesbaden, welches ich vor meiner einwöchentlichen Griechenland-über-Balkan-Tour glücklicherweise noch besuchen konnte. Ein Novum war hierbei dass ich zum ersten Mal mir und meinem schnuckeligen Auto eine Fußballfahrt zugetraut habe! Wider erwarten habe ich sogar das Stadion finden und, mehr durch Glück als durch Ortskenntnis, direkt einen sehr angenehmen Parkplatz klarmachen können. 😉
Netterweise war auch eine Autobesatzung aus dem UN94-Land anwesend, zu denen ich mich natürlich gerne gesellte, auch wenn vorher der Verlust einer Caprisonne an einen überkorrekten und uneinsichtigen Ordner zu beklagen war. Das Spiel an und für sich war dann eher überhaupt nicht zu gebrauchen und schloss nahtlos an den Grottenkick der Profis in Berlin an. Wirklich nicht sehenswert! Trotz Unterstützung aus der Profi-Mannschaft konnte im Abstiegskampf nicht mal ein Pünktchen eingefahren werden und der moderne Fußball konnte einen Sieg verbuchen. Die Stimmung war wie immer bei Amasspielen, wobei es dann schon aus meiner Sicht merkwürdig war, dass am Ende, nach ein paar Pöbeleien der Wiesbadener aufeinmal alle laut wie sonstwas singen konnten, aber vorher das so gut wie kein Schwein zusammengebracht hat. Schade! So ging es noch ins Fastfood-Restaurant, wo man sich gegen Ende sogar in Gesellschaft einiger Wiesbadener Ultras befand.
Am Sonntag geht es dann gegen den anderen Mongoverein aus Hoffenheim. Also ich bin heiß, wer noch?