Heimspiele

14. September 2010

Da ich von Hessens süßestem Boi (damit du auch endlich mal erwähnt wirst hier) eine Aufforderung zur Aktualisierung erhalten habe, gibt es nun ein kleines Heimspielupdate. Heimspiele, Plural, weil diese ja in der Regel nicht in dem Ausmaß spannend sind wie Auswärtsspiele und mir dementsprechend von den Spielen gegen Leverkusen, Qarabag und Wolfsburg nicht mehr allzu viel hängengeblieben ist. Reicht also für einen Post.

Beginnen wir also mit dem UEFA-Cup (scheiß auf diese neumodischen Bezeichnungen) Heimspiel. Bei mir war, wenn ich mich recht entsinne, die Vorfreude irgendwie wesentlich größer als bei den meisten Anderen. Zwar bestach die Begnung wirklich nicht durch sportliche Höchstklasse, nichtsdestotrotz ließ die Vorstellung eines Flutlichtspiels im internationalen Geschäft mein Herz höher schlagen.

Sehr kostensparend und angenehm ging es mit dem Vater eines Wahl-Hessen Richtung Bierhauptstadt, wo die Zeit mit vielen der üblichen Verdächtigen (Manche ersparten sich den Kick, beispielsweise aus beruflichen Gründen) abgegammelt wurde. Da unser kleiner Haufen nicht übermäßig motiviert war, sich lästigen Ordner-Austricksereien zu widmen, benutzten wir ganz pflichtbewusst die Blöcke, die auch wirklich auf unseren Karten abgedruckt waren. War irgendwas in den 80ern oben… Eigentlich ganz nett da, grundsätzlich ist es zwar nicht mein Ding, nach jeder Reihe nen Wellenbrecher zu haben, nichtsdestotrotz kann es auch ganz angenehm sein, da einfach wenig los ist  lag natürlich auch am Spiel) und man sich bequem auf einen der Stangen setzen kann. Wurde dann leider auch zu meinem Verhängnis, als ich mich schön aufs Maul legte, bei dem Versuch, ganz cool ein Bein über den Wellenbrecher zu werfen. Hoffentlich hat sie das nicht mitbekommen. Ihr habt richtig gehört! In der Halbzeitpause von Lukas entdeckt, empfand besonders meine Wenigkeit tiefe Bewunderung für ein wundervolles Geschöpf des anderen Geschlechtes. Stand sie doch nur ein paar Reihen hinter uns, waren nicht Wenige in Liebe entbrannt und gaben Sätze lyrischen Ausmaßes von sich. Muss auch mal sein… (Büchse! Büüüchse! Ey du Geile!)

Das Spiel werden die Meisten gesehen haben, ich kann mir gerade lediglich in Erinnerung rufen, dass mich Kagawa sehr begeistert hat. Wie der Junge auch die folgenden Spiele abgehen würde, konnte man da ja noch nicht wissen…Guter Mann auf jeden Fall! Auf der Rückfahrt kam ich nun zum Entschluss, dass es eh schon viel zu spät zum schlafen gehen ist, dementsprechend habe ich die kurze Nacht am PC mit ein paar Kaltgetränken verbracht, um morgens dann zwar geduscht, aber in den vergammelten Klamotten ( = Unterhemd und Joggingbuchse) in der Schule aufzutauchen. Hatten aber nicht alle so viel Spaß daran wie ich 🙂

Zum Leverkusen Heimspiel fällt mir ehrlich gesagt wirklich so gut wie nichts ein…Anreise im Süddeutschland/Hessen-Bulli mit ausnahmslos coolen Leuten (Wiederholung gerne!), Fahrt recht human, Spiel eher weniger cool, Stimmung von 13 unten aus recht ansprechend, Abkotzen wegen peinlich korrekter Ordner (die dann aber beim Derby in Massen blaue auf die Süd lassen, fahrt zur Hölle ihr Lutscher…)  , überkrasser Regen auf der Rückfahrt und wiederholt durchmachen und leicht versifft in die Schule…Gefällt mittlerweile.

Kommen wir zu letztem Samstag. Heimspiel gegen WOB, zum Einen eigentlich langweilig weil ich vermutlich nicht der Einzige bin, der diesen komischen Verein und seine Fans nicht so ganz akzeptieren, zum Anderen recht interessant weil es sportlich schon einer der besseren Gegner ist (was dann im Nachhinein auch etwas komisch klingt, ob des Spiels und des Ergebnisses) und man sich doch gerne mit stärkeren Mannschaften misst. Wie auch immer! Anreise im Ingelfingen-Bus, die sich dieses Jahr zum Ziel gesetzt haben, bei jedem Samstagsheimspiel einen Bus rollen zu lassen. Auf jeden Fall zu befürworten! Eigentlich hieß es mal, dass eine „Zylinder & Gehstock“-Mottofahrt stattfinden sollte, letztendlich war dies aber nicht der Fall. Auch Allgemein ging es sehr ruhig und gelassen zu, Eskalationen diverser Art sind mir nicht bekannt. Vermutlich lag das auch daran, dass der Fanzinegott uns mit reichlich Lesestoff versorgt hat (Danke dafür!) . Einzig ein nerviger Stau (hatten wir irgendwie schon ewig nicht mehr bei Heimspielen) trübte die sehr angenehme Fahrt etwas.

In Dortmund angekommen stand ich mal wieder vor meiner Platz-Problematik, sollte aber zusammen Nelson Valdez und zwei Anderen drei Begleiter für einen Abstecher in den Familienblock finden. Grundsätzlich ja immer eine schöne Sache, aber auch dann nur für so Kicks wie gegen WOB. Dort nutzte man das Spiel um mal wieder sehr gründlich Fußball zu gucken (kommt ja immer etwas zu kurz im Block) und für das was sich Samstag auf dem Platz abspielte sollte es sich definitiv gelohnt haben! Hat richtig Spaß gemacht stellenweise. Hätte auch wesentlich höher ausfallen können…Stimmung auf unserer Seite meiner Meinung nach nur mäßig gut, war mir stellenweise bisschen zu lahm einfach. Das zwischenzeitliche GE-Gepöbel (bis auf die elendigen Scheiße 04 – Gesänge) rief aber stellenweise Gänsehaut hervor! Auch wenn es natürlich mit der Derbystimmung nicht allzu gut bestellt ist dieses Jahr. Gründe hierfür dürften bekannt sein, nichtsdestotrotz auch hier nochmal ein Hinweis auf die Aktion „Kein Zwanni für nen Steher“ (http://www.kein-zwanni.de/) Daran beteiligten sich im Übrigen auch die Wolfsburger, was natürlich lobenswert ist, grundsätzlich gebe ich aber auf Resonanz von denen relativ wenig, kann mir nicht helfen. Akustisch konnte man sie auch kaum vernehmen, auch wenn sie sich klug mit ihrem kleinen Haufen unterm Dach positioniert hatten. Aber nichtsdestotrotz war, wie man immer so schön sagt, viel Bewegung im Block.

Nach dem Spiel ging es dann auch recht zügig wieder heimwärts, in ebenso entspannter Atmosphäre wie auf der Hinfahrt, sodass man doch tatsächlich um 20:15 schon wieder im Hessenland war.

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