Alle für den Verein!
14. Februar 2010
Bezüglich des heutigen Auswärtsspiels in Bochum wollen wir zu den Vorkommnissen Stellung beziehen.
http://deviants.blogsport.de/2010/01/30/vorkommnisse-bochum-2/
Bittere Niederlage
8. Februar 2010
Der Titel trifft den Kern des gestrigen Tages eigentlich ganz gut. Da Spiele gegen Frankfurt aufgrund der örtlichen Begebenheiten zumindest für mich auf keinen Fall zu den normalen Spielen der Saison gehören, war ich doch etwas enttäuscht, dass gerade gegen diese Affen daheim kein Sieg eingefahren wurde. Aber beginnen wir von vorne…
Im Vorfeld der Reise wurde, vermutlich aufgrund der Tatsache, dass die Reisegruppen etwas anders zusammengestellt waren als sonst, erstaunlich viel geplant und telefoniert. So musste ich leider meine freudig erwartete Mitfahrgelegenheit bei Lukas aufgeben, um mich bei einem anderen Bulli einzubuchen. Im Nachhinein war das aber auch auf keinen Fall als in irgendeiner Form schlimm zu betrachten, da man auf einige bekannte Gesichter traf und die Fahrt aufgrund unseres engagierten Fahrers sehr schnell bewältigt wurde, insgesamt top!
Vor dem Spiel traf ich mich dann mit Lukas und den Ingelfingern in der Stube, bis ca. 2 Stunden vor dem Spiel alle zum Stadion pilgerten. Bis auf die Tatsache, dass man vor dem Spiel noch die erste Ausgabe der aus hessischer Feder stammenden Klapperkiste (An dieser Stelle einen besten Gruß an meinen größten Fan Simon) erstehen konnte, gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. War der Tag bis dato eigentlich wirklich angenehm, erfüllte es mich noch mit mehr Freude, mal wieder ein Spiel von Block 12 aus zu betrachten. Auch wenn es immer ganz witzig ist, in 13 zu stehen, kommt mir da definitiv der Support zu kurz. Gegen Frankfurt wollte ich diesen aber auf keinen Fall zu kurz kommen lassen 😉 So waren die Vorzeichen also insgesamt sehr gut, was sich im Laufe des Spiels dann recht schnell von selbst erledigte. Lassen wir das… Stimmung auf unserer Seite genauso, bei den Frankfurtmongos gegen Ende recht gut, viel besser stachen sie dabei in den optischen Belangen raus. Find ich gut, dass endlich mal jemand die volle Bandbreite der gestatteten Mittel ausnutzt. Viele große Schwenker, sah richtig gut aus.
Nach dem Spiel kam es noch zu einer amüsanten Situation, als unser Bulli kurz neben der Stube anhielt, da ein Mitfahrer noch etwas erledigen musste. Da das Gefährt nun ein hessisches Kennzeichen besitzt, und natürlich Polizisten auf der anderen Straßenseite rumgammelten, kann man sich ungefähr denken was passiert ist 😉 Wir nahmen das ganze aber wesentlich entspannter und belustigter als die hektisch aneilenden Polizisten. Keine Ursache, Jungs!
Genauso schnell wie die Hinfahrt verstrich auch die Rückfahrt, bis ich schließlich an einem Parkplatz rausgelassen wurde, wo ich mit einem Mitfahrer zusammen meine Astrologiekenntnisse auffrischte. Falls jemand das Sternbild „die Schlange“ kennt, bitte Nachricht an mich, damit ich beim nächsten Mal mit Insiderwissen auftrumpfen kann.
Deutscher Meister wird nur der BVB!
24. Januar 2010
So, nun zum zweiten Bericht heute, und zwar das Spiel unseres Ballspielvereins gegen den Hamburger SV. Da die Planungen hinsichtlich der Anreise eher schleppend verliefen, machte man erst am Vortag ein Auto klar, um in einer netten dreier-Besatzung die Reise anzutreten. Über diese gibt es eigentlich recht wenig zu sagen, auf jeden Fall wurde die Zeit gut verquatscht. Aus Gründen, die ich im Nachhinein garnicht mehr ganz zusammenbekomme, wählten wir einen Parkplatz im Nirgendwo, was uns einen Spaziergang einbrockte, der das gesunde Maß doch bei Weitem überstieg.
Im Stadion selbst wurde dann noch zu einem mehr als fairen Preis eines der schicken Poster erstanden ; Zudem fand sich eine sehr freundliche Dame am Bierstand, welche die Poster für uns das Spiel über aufbewahren wollte, was auch alles prima geklappt hat – Besten Dank! Als man dann den Block 13 betreten wollte, fielen unten unangenehm strenge Ordnerkontrollen auf. Für uns als Nomaden eher mäßig erfreulich, sodass wir uns erst einmal im Familienblock niederließen, um weiter zu beraten 😉 Schließlich gingen wir dann doch nochmal zur Süd, um zu dritt einen der oberen Blöcke zu betreten, und schließlich über Umwege doch noch in unseren ursprünglich angedachten Block zu gelangen…So eine Odysee kann ziemlich anstrengend sein, aber gut. Man hat ja hinsichtlich der Platzauswahl schon seine Ansprüche.
Glücklicherweise fiel schon das 1:0 für uns, welches den eher verhaltenen Optimismus vor dem Spiel in Euphorie umwandelte. Da muss ich schon zugeben, dass ich selbst nie darauf gewettet hätte, dass wir das Teil wirklich gewinnen, aber ich lasse mich umso lieber von unserer starken Mannschaften eines Besseren belehren!
So fand dann das Spiel sein Ende, und kühne Gesänge, die unsere Meisterschaftsambitionen beinhalteten, schallten durch das Stadion.
Noch ein Wort generell zur Stimmung, auf unserer Seite durchaus okay, für meine Begriffe etwas über dem „Standard“ den wir zu Hause haben, gegen Ende natürlich richtig brachiale Freudengesänge. Geht aber schon klar insgesamt. Hamburg am Anfang ganz nett mit der Choreo ; Find ich auch irgendwie ganz cool, den gleichen Spruch nochmal aufzugreifen – Vielleicht gibts beim nächsten Heimspiel gegen HH eine erneute Fortsetzung? 😉 Auch fahnentechnisch hatten sie zum Intro ein paar nette Sachen ausgepackt, aber die wurden, soweit ich das gesehen habe, viel zu selten wirklich genutzt. Stimmungstechnisch konnten wir im Familienblock natürlich recht viel mitbekommen, aber das war auch für die Anzahl an Leuten mehr als schwach, zumal immer weniger kam, bis sie gegen Ende eher komplett tot wirkten. Schade!
Glücklicherweise fanden wir dann doch noch unser Auto, und machten uns auf dem Heimweg. Lustig hier, dass wir durch Zufall den Ingelfingen-Bus auf einer Raststätte trafen, die durch Boxershorts-Action durchaus überzeugen konnten.
Europapokal!
100 Jahre Ballspielverein
24. Januar 2010
Nun, vorab, da der Blog in letzter Zeit nur mäßig gut gepflegt wurde, wird es heute mal ein kleines Update, bestehend aus 2 Heimspielen, geben. Fangen wir mit den von allen so sehnlich erwarteten 19.12.2009 an.
Der Tag begann vergleichsweise früh, da man sich für eine WET Tour entschied, um natürlich nach dem Spiel nicht die 100 Jahre-Feier zu verpassen, und, unabhängig davon dass man noch keine Schlafgelegenheit besaß, am nächsten Morgen dann mit dem ersten Zug gen Heimat zu fahren. Soweit der Plan. Wie das aber nun meistens bei uns ist, herrschen in der Regel einige Diskrepanzen zwischen Planung und letztendlich eintreter Wirklichkeit, aber der Reihe nach.
Da die Zugfahrt nun schon eine Weile her ist, fallen mir jetzt spontan eigentlich nur 3 Adjektive ein: Kalt. Voll. Nervig. Ne sorry, aber das war echt garnichts und bestärkt mich darin, nach Dortmund nur WET zu fahren, wenn es keine anderen Lösungen mehr gibt. Hat einfach überhaupt keinen Spaß gemacht, obwohl ich in der Regel fast immer den Zug vorziehen würde…Aber gut. Da ich außerdem an leichten Grippe-Symptomen litt, war der Tag bis dato nicht allzu angenehm für mich. Ohne besondere Vorkomnisse kam man dann an der Haltestelle Signal Iduna Park WESTFALENSTADION an und machte sich direkt daran, das Stadion zu betreten. Die ausgehängten Flyer zur 100 Jahre Choreo sorgten zumindest bei mir für einen stetigen Anstieg der Spannungskurve, allerdings waren es bis zum Beginn des Spiels, welches heute von Block 12 aus verfolgt werden sollte (sollte -> Planung =|= Realität) noch unangenehme 2 Stunden, die man in der Kälte verbringen musste. ( Danke Mama, dass du mir die lange Unterhose aufgezwängt hast! Bussi ! ) Nun folgte DER Höhepunkt des Tages, nämlich die Choreographie. Kann man so eigentlich nicht beschreiben, was man unter diesem Teil für Gefühle hat, obwohl man nicht mal das Motiv sieht. Aber die musikalische Unterstützung, der sehr emotionale Gesang, sowie das kollektive Ausrasten nachdem die Plane wieder unten war, sorgte vermutlich nicht nur bei mir für ein Gefühlschaos aus Stolz, Tränen vor Glück und unbeschreiblicher Freude. Auch an dieser Stelle vielen Dank und größten Respekt an alle, die so viel Zeit und Arbeit in eine Choreographie investiert haben, die tausenden Menschen auf ewig ins Herz eingebrannt sein wird.
Nun widmete man sich dem Spiel, wessen Zusammenfassung ich mir jetzt an dieser Stelle mal schenke 😉 Um die obige Andeutung hinsichtlich des Stadionplatzes wieder aufzugreifen – Ende der 1. Halbzeit ging es für mich einfach nicht mehr auf der Süd, da nun Kreislauftechnisch stellenweise nicht mehr viel ging 😉 Also machte ich mich auf zum Familienblock, wo der allzeit freundliche Ordner ( Auch an dieser Stelle beste Grüße an Dich! ) mir wohlgesonnen einen Platz zuwies, und ich von dort aus das Spiel weiter verfolgen konnte. Was die Stimmung angeht war es schon sehr faszinierend zu sehen, wie stellenweise das ganze Stadion mit einstieg bzw. aufgrund der Temperaturen mithüpfte. Also doch pro Kälte-Spiele? 😉 Zu den Freiburgern kann ich trotz meiner hervorragenden Beobachtungsposition in Hälfte 2 eigentlich garnichts mehr sagen. Haben sich an der Choreo erfreut und das Spiel geguckt, mehr eigentlich nicht. Nach Abpfiff konnte ich dann noch die sehr geile Pyroaktion bewundern, wobei ich mir dann nicht ganz sicher war ob es geiler ist, so einen guten Blick darauf zu haben, oder innerhalb des Rauchs durchzudrehen…Beides sicherlich ganz nett. Aber irgendwie merkwürdig, wie die Aktion von allen abgefeiert wurde bis zum gehtnichtmehr. Sogar bei Böllerschüssen (die sogar ich unnötig finde) , wurde gejubelt und geklatscht. Ich bin mir fast sicher, dass die gleichen Leute bei einem „normalen“ Spiel gepfiffen hätten wie die Blöden…naja.
Nach dem Spiel gings dann direkt zu den Westfalenhallen, um endlich ins Warme zu gelangen. Hier sei noch erwähnt, dass ich Idiot noch ein Utensil in der Hosentasche hatte, welches man so eigentlich eher nicht in Stadien/Hallen/whatever mit reinnehmen darf, aber ich keine Gelegenheit hatte, das Ding anderwertig zu verstauen. Also wanderte es in einen Bereich, in dem es u.U. einigen Schaden hätte anrichten können, nichtsdestotrotz lief alles ganz gut. Kann sich ja jetzt jeder selbst überlegen, von welchem Gegenstand und welchem Bereich ich rede 🙂
Zur Party an sich kann ich jetzt nicht allzu viele Worte verlieren. Mir persönlich ging es körperlich immer beschissener, Bock auf Anstehen an ewig langen Schlangen hatte ich auch nicht, die Zeit wurde lediglich dazu genutzt mit ein paar Leuten zu schwätzen um schließlich doch noch einen Platz in einer hessischen Autobesatzung zu ergattern, welcher dann dankend angenommen wurde. Zu späteren Vorkomnissen will ich aber dann doch sagen, dass es in meinen Augen verständlich ist, wenn man reinstürmenden Bullen die Grenzen aufzeigt, aber es für mich sinnbefreit ist, in der eigenen Stadt zu randalieren. Aber gut, muss jeder selbst wissen was er tut. So nahm dann doch einige Stunden früher als geplant ein insgesamt gelungender Tag ein Ende.
100 Jahre BVB!
„Wo fahrt ihr denn hin?“ – „Auswärts.“ – „Ne, jetzt sag doch mal!“
7. Dezember 2009
Da sich niemand so recht um den Hoffenheim-Bericht gekümmert hat, habe ich dies als stille Aufforderung mir gegenüber verstanden, meinen Arsch hochzubekommen. Hat dennoch ne Weile gedauert, tut mir Leid 😉 Hängt auch damit zusammen, dass man ehrlich sein muss und sagen muss, dass es bei so Berichten ja immer Dinge gibt, die man nicht unbedingt hier reinschreiben will. Wenn sich dann allerdings ein Spieltag komplett aus solchen Dingen zusammensetzt, heißt das a) Ein erlebnisreicher Spieltag , aber im Umkehrschluss b) ein spärlicher Bericht. 😉 Ich wills trotzdem probieren…
Zum Auswärtsspiel beim Traditionsverein Lieblingsspielzeug Dietmar Hopps reiste ein munterer Haufen aus Hessen, begleitet von einigen Dortmunder Zugfahrern in bester Laune auf eine (für manche schon länger ausgebliebene) nette WET-Tour gen Süden. Am Einstiegsbahnhof fand dann ein lustig anzuhörender Dialog statt, der die Kompetenz der uns begleitenden Polizeieinheiten schon gleich am frühen Morgen bestätigte. So gab sich eine junge, motivierte Polizistin mit unserem Auswärtssziel „Wolfsburg“ zufrieden, um dies gleich ihrem Einsatzleiter zu berichten. Gab es im Vorfeld Spekulationen hinsichtlich diversen Mitfahrern, sollten diese schnell im Nichts verpuffen. Dennoch wurde der Dortmunder Haufen aus Schutz vor den Kasseler Bestien (die gefühlte 5km weiter hinten eingekesselt waren) professionell ein Gleis weitergeführt, das heißt eine Strecke von 5 Metern. Danke, hätten den Weg sicher nicht gefunden! Nun folgte der entspannte Teil bis ins schöne Heidelberg, wo der nächste Umstieg anstand, bis man schließlich die Weltmetropole Sinsheim erreichte. Der von den Ordnungshütern angedachte Bustransfer wurde dankend abgelehnt um sich diese spannende Stadt zu Fuß mal näher anzuschauen. Mal Spaß beiseite, Sinsheim ist mindestens mal so scheiße wie der Verein, der dort spielt. Also Alles im Gleichgewicht.
Irgendwann kam man dann auch im Gästeblock an und der wichtige Teil des Tages konnte beginnen. Das Spiel wird wohl jeder selbst gesehen haben, zu den Begebenheiten im dortigen Stadion will ich lieber nichts sagen – Nur so viel, es war weitaus schlimmer als ich es mir vorgestellt habe. Umso größer die Genugtuung, dort nach einem spannenden Spiel 3 Punkte mitgenommen zu haben – Wie schon von Vielen bemerkt, eine bessere Antwort auf das Modell Hoffenheim gibt es nicht. Tradition schlägt jeden Trend!
Nach dem Spiel benutzte man dann schließlich doch die Busse um an den Bahnhof zu gelangen; ein Mitfahrer und meine Wenigkeit konnten sogar einen REWE ausfindig machen, wo man sich für die Rückfahrt eindeckte. Da einige Hoffenheimer die Niederlage dann doch nicht akzeptieren konnten, musste man etwas länger auf ein paar Mitfahrer warten, nichtsdestotrotz saß man am Ende wieder beisammen im Zug gen Heimat, wo man, von ein paar oben genannter Dinge abgesehen, ohne weitere Vorkomnisse abends eintraf.
Wär ich doch nur in der Disco gewesen
27. November 2009
Morgen steht sie also an, die große Fahrt. Eine Fahrt zurück in der Geschichte, in eine andere Zeit. Als die Welt noch langsamer war. Der Fußball bodenständiger und ehrlicher.
Alte Männer gehen vorbei an alten Bratwurstboden. Und erzählen davon wie sie hier ihre erste Wurst gegessen haben. Damals, in der zweiten Liga noch.
Aber ich schweife ab. Eigentlich wollte ich ja noch den Bericht vom letzten Wochenende nachreichen, bevor es morgen nach Hoffenheim geht. Letztes Wochenende war ich mal wieder im schnöden Dortmund. Gefahren bin ich mit dem Bus. Busse fahren viele, Dortmund Fan sein ist eben in Mode.
Das Spiel war aber scheiße, gelohnt hat es sich also nicht. Deshalb hab ich auch eigentlich gar keine Lust das alles zu erzählen. Wär ich in der Disco gewesen, es hätte sich mehr gelohnt. Aber mein Mitblogger hat gesagt ich muss den Bericht schreiben. Er würde ja auch, aber bei ihm war nicht so viel los. Was soll man da noch sagen?
Los war bei mir erstmal auch nicht viel. Die Hinfahrt gestaltete sich in erster Linie entspannt. Auf den Rasthöfen konnte man schon Horden an Mainzern entdecken, die sich mit Kaffee und Kuchen auf den Bänken breit gemacht hatten und vereinzelt sogar mit frisch Gegrilltem auftrumpfen konnten. Da fühlt man sich direkt schlecht, so ganz ohne Proviant.
Trotzdem konnte man den Weg bis nach Dortmund gut zurücklegen. Als ich dort nach einiger Zeit einen passablen Platz mein eigenen nennen konnte war das, was es dort zu sehen gab allerdings nur bedingt erbaulich. Es ist ja nicht mal so, dass wir richtig schlecht spielen. Aber so ein Spiel in Zeiten des Wettskandals nicht zu gewinnen kann einen schon schnell mal auf die Liste der Verdächtigen bringen.
So waren es die Rückfahrt und der Verlauf des Abends, die für die wahren Höhepunkte des Tages sorgen mussten.
Darauf soll jetzt an dieser Stelle jedoch nicht nochmals genau eingegangen werden. Nach einigen unvorhergesehenen Situationen in Hotelbars („Ich verliere gleiche meine Contenonce!“) und ähnlichem wurde aber doch noch eine entspannte Örtlichkeit gefunden, in der der Abend entspannt ausklingen konnte.
Aber wenn es dieses Wochenende wieder scheiße wird, geht ich echt nur noch in die Disco!
Vielleicht.
Mal was Anderes
2. November 2009
Zum Freitagabendspiel gegen die Hertha sollte alles etwas anders als sonst ablaufen, was sich im Nachhinein als durchaus spaßig & irgendwann mal wiederholenswert betrachten ließ.
Aufgrund der verschiedenen Verpflichtungen wie Schule, Uni, Arbeit brach man erst sehr sehr spät mit einer 4er – Fraktion gen Norden auf, wo man sich schon nach kurzer Fahrt darauf einstellte, zum Anpfiff, oder gar erst später am Westfalenstadion einzutreffen. Nichtsdestotrotz ging es gut gelaunt, und mit den üblichen Gesprächsthemen über die Autobahn, bis man letztenendes etwa 10 Minuten zu spät ankam.
Aufgrund dessen setzte man die spontane Idee, Teile des Spiels doch von der Nordwestecke zu verfolgen, in die Tat um. So enterte man den Familienblock, in dem noch einige Plätze frei waren und mischte sich unter das, zugegebenermaßen, in großen Teilen sehr dumme Volk. War natürlich schon vorher klar, dass hier die Uhren etwas anders ticken, sollte man spätestens 15 (!) Minuten vor dem Halbzeitpfiff völlig genervt feststellen, dass bei 80% der Leute der Gang zum Bier/Fressstand das Fußballgeschehen an Wichtigkeit um ein Vielfaches übertrifft. Aber auch schöne Seiten gibt es zu bemerken, so kam es mir nach einem langen Schultag doch nicht ganz ungelegen, auf einem gemütlichen Sitz zu sitzen und das Spiel aus der Vogelperspektive zu verfolgen. Viel Erwähnenswertes außer dem ärgerlichen Ausfall von unserer Nummer 17 gab es dort allerdings nicht zu finden, weswegen mein Blick desöfteren auf die Südtribüne abdriftete.
War ich noch vorher lautstark der Meinung, dass im Norden bestimmt kaum etwas ankommt, war ich umso überraschter, wie klar die Gesänge teilweise rüberkommen. Definitv eine interessante Erfahrung, so war es desöfteren recht laut, allerdings hatte man nie das Gefühl, dass die Tribüne richtig leidenschaftlich ausrastete, was bei dem nicht ganz so attraktiven Fußball aber verziehen werden sollte. Auch der Hertha-Anhang rund um die Harlekins sorgte wenig dafür, im Nordbereich des Stadions ein wenig Gäste-Stimmung zu verbreiten, so fand man sich mit (meinen bescheidenen Schätzungs-Künsten zufolge) nicht mal 800 Leuten in der Nordostecke ein und verbrachte das Spiel größtenteils schweigend.
In der 2. Halbzeit jedoch war es dann auch genug mit der Bequemlichkeit, und man machte sich auf den Weg zur Süd, wo man sich in Block 13 ganz unten am Zaun breit machte, womit wir bei der zweiten Neu-Erfahrung wären. Durch nette Umgebung und Späße mit dem Biermann wurde auch hier einiges geboten, auch die Nähe zum Spielfeld war mir in dem Ausmaß noch nicht widerfahren, nichtsdestotrotz kein guter Platz um das Spiel genau zu verfolgen und auch für Teilnahme am Support gibt es definitv bessere Ecken in unserem schönen Stadion.
Dennoch durfte man 2 Tore feiern, wobei ich erst zu Hause vor dem Fernseher feststellen durfte, was für einen schönen Treffer Barrios erzielte, definitiv eine schöne Entwicklung seiner Leistung, ich hoffe das geht so weiter. Nach dem Spiel bereiteten sich die meisten Deppen darauf vor, mit der Mannschaft ne schöne Party inkl. „hinsetzen“ zu feiern, wessen wir uns gekonnt durch Verlassen des Blockes entzogen, glücklicherweise ist die Mannschaft genauso wenig darauf eingegangen. Nichtsdestotrotz war man froh, die 3 Punkte geholt zu haben, somit schwätzte man noch mit ein paar Leuten vor dem Block um schließlich entspannt die Rückfahrt anzutreten, welche bei einem Mitfahrer mit Ausfallerscheinungen verbunden waren 🙂
Weder Osnabrück noch Leverkusen
27. Oktober 2009
Gleich beginnt das Spiel in Osnabrück und da ich leider nicht da sein kann, nutze ich die Zeit um noch den Bericht vom letzten Spiel nachzureichen.
Eigentlich sollte man jetzt also mit einer Story zur Fahrt nach Leverkusen rechnen, aber am vergangenen Freitag amüsierte ich mich mit Fieber und Herzrasen im Bett während ich mich krampfhaft auf den Moderator zu konzentrieren versuchte, um nicht schon vor Abpfiff in einen komatösen Schlaf hinüberzugleiten.
In der Vorwoche sah alles noch anders aus. Das Spiel war auch nicht Freitags sondern Sonntags, was an sich ganz ok ist (weil ich dann Samstags arbeiten kann), aber die Anstoßzeit 17:30 ist schon extrem grenzwertig. Ein Glück hab ich Montag erst um 10 die erste Vorlesung.
Schön ist natürlich dabei, dass man morgens etwas später los kann. So verlief die Hinfahrt auch entspannt und man konnte sich ohne Stress in den Block begeben und noch etwas quatschen. Erwartungsgemäß unentspannt trafen die Bochumer im Stadion ein und begannen auch direkt bei Anpfiff ihren Hass auf uns zu zelebrieren. Zu sehen gabs dazu ein großes blaues Shirt mit der Aufschrift „Anti DO“ und ne Menge Feuerwerk, das unter anderem aufs Spielfeld gefeuert wurde. Da muss man wirklich nochmal ansprechen, wie gut es andere Fans bei uns haben. Utensilien mit solchen Aufschriften kriegt man wohl in kaum ein deutsches Stadion. Ich fands gut.
Auf unserer Seite konnten zu Beginn Teile unserer ausgesperrten Szene zurück im Stadion begrüßt werden. Ein wirklich wunderbares Ereignis, das alles die noch draußen stehen Kraft geben sollte, da es sich offensichtlich wirklich lohnt zu kämpfen.
Gelohnt hat sich auch der Kampf auf dem Platz, denn dort gab man mit schönen Ballstafetten die Antwort auf das Rumgepöbel der kleinen Blauen. Mehr als das hatten die im Übrigen auch hörbar nicht zu bieten. Dabei hatte man sich extra ein paar ausgewiesene Stimmungsexperten aus München dazu geholt.
Auf unserer Seite kam die Stimmung bedingt durch das gute Spiel ganz von alleine, auch wenn natürlich, natürlich viel mehr drin gewesen wäre. Dass die Tribüne fürs richtige eskalieren aber meistens zu groß ist, ist ja kein neues Problem.
Trotzdem machte vor allem die Schlussphase richtig Spaß. Anstatt sich auf ernsthafte Anfeindungen einzulassen wurden die Nachbarn so nach Hause geschickt, wie sie es verdienen. Mit jeder Menge Spott und in keinster Weise ernst genommen. „Ihr habt bezahlt ihr könnt jetzt gehn!“ reihte sich an Gesänge wie „2. Liga, Bochum ist dabei!“ und andere Klassiker. Am Ende wurde sich noch mit einem Meer aus winkenden Taschentüchern und der Kreativgranate „Die graue Maus fährt jetzt nach haus“ verabschiedet und die Eskalation im Gästeblock komplettiert. Herrlich zu sehen, wie die Leute um einen rum heulen vor Lachen und auf der anderen Seite Leute in blinder Wut auf die Zäune einprügeln. Das ist Bochum. Irgendwie eben doch ein besonderes Spiel.
Jetzt gehts los in Osnabrück. 😉
Nachtrag
25. Oktober 2009
Leider wurde der Beifahrer aus dem Bild geschnitten, nichtsdestotrotz ein echter Schnappschuss fürs Familienalbum!
