… da man ja noch rechtzeitig in Mönchengladbach ankommen wollte.

Schlau wie wir sind, haben wir uns natürlich rein auf unsere geographischen Kenntnisse verlassen, sodass man im Laufe des Amateure-Spiels durch Wortwechsel ala „Wie gehts eigentlich nach Gladbach?“ – „Hm, gute Frage“  feststellen musste, dass weder T. noch ich eine ungefähre Ahnung hatte, wie man per Auto dorthin kommt.

Da wir aber zwei ganz gerissene Burschen sind, entschieden wir uns einfach, einem Dortmunder Bus hinterherzufahren.  Allerdings fiel uns trotz unserer Unwissenheit auf, dass der Busfahrer dieses Gefährts offensichtlich genauso informiert wie wir selbst war, da man teilweise sehr skurile Wege wählte. Das niederrheinische Tiefland konnte sogar so sehr überzeugen, dass sich der Kollege dazu entschied, eine Ortschaft zwei mal anzufahren, was zu amüsant anzusehenden Gesten der hinteren Busbesatzung führte, welche T. gekonnt verbal ausformulierte. Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass durch die Tatsache, dass wir absolut auf diesen Bus angewiesen waren, gewisse Ampeln nur im tiefroten Zustand zu überqueren waren, was die erste Zerreißprobe des Fahrers mit sich brachte.

Dennoch erreichte man irgendwann des Gelände des Borussia-Park, um mit einer Jogging-Einheit schnell den Gästeblock zu entern. Hier konnten wir dann feststellen, dass wir überpünktlich waren, da wir das Innere genau zur Schweigeminute für Rolf Rüssmann betraten. Trotz unserem späten Erscheinen konnte man gute Plätze klarmachen, um sich dann dem Spiel zu widmen.

Das dieses auch nicht gerade schön anzusehen war sehe ich ja gerne ein, nichtsdestotrotz fand ich es nicht so krass negativ wie die Meisten es scheinbar tun. Manche Spielzüge haben mir dann doch ganz gut gefallen, teilweise konnte man sogar eine gewisse Lockerheit und Spielsicherheit ausmachen…Dennoch muss das nicht darin ausarten, dass man mehrmals auf „Spitze, Hacke, 1 2 3 “ macht. Aber auch der Treffer von Barrios wusste sehr zu gefallen. So nahm unsere geliebte Borussia schließlich 3 Punkte mit nach Hause.

Was die Stimmung angeht, war es auf unserer Seite insgesamt schon okay, teilweise konnte man auch übertrieben laut singen (Vor allem der Wechselgesang zu Beginn war sehr sehr geil), kann man insgesamt sicher mit leben. Auf Gladbacher Seite aber mehr als schlecht, falls mir zufällig jemand das System „Block 1900“ erklären mag, bitte eine E-Mail an mich.

Nun beginnt der chaotische Teil:

Nach dem Spiel ging es wie gehabt zum Auto, um allerdings festzustellen, dass auf dem Parkplatz erstmal garnichts ging. Nach ca einer Stunde Musik hören & auf dem Autodach trommeln nutzten wir schließlich einen Schleichweg, um dem Parkplatz-Stau zu umgehen, um erst auf der Straße Richtung Autobahn wieder im Stau zu stehen. Dann fiel uns allerdings auf, dass wir nun keinen Bus o.Ä. mehr vor uns hatten, und wir so den Weg nach Dortmund wohl schwer finden würden, da wir in unserer unendlichen Selbstüberschätzung natürlich keinerlei Abfahrten oder Autobahnen der Hinfahrt im Gedächtnis eingespeichert hatten. Also erstmal raus auf irgendeine gammlige Seitenstraße und Mama angerufen, die uns eine Route bei google-maps durchgeben sollte. Dies gelang dann auch einwandfrei, sodass man wesentlich schneller als auf der Hinfahrt Dortmund erreichte, um unsere 2 Mitfahrer aufzusammeln, die stilecht betrunken vor der Roten Erde in der Ecke gammelten.

Also ging es wieder auf die Autobahn, wo man dann anfangs mit Humor, später mit etwas Nervosität und schließlich mit Panik feststellen musste, dass die Tankstellen-Häufigkeit der A45 ziemlich überschätzt wurde, und man im Grunde fast keinen Sprit mehr hatte. So entschied man sich von der Autobahn runterzufahren, um wenigstens nicht ohne Benzin auf dem Standstreifen stehenzubleiben, und um eventuell in irgendeinem Kaff noch eine Tanke zu finden. So kurvte man 20-30 km in Gegenden rum, die der liebe Gott wohl kurz vor Feierabend entstehen ließ, um schließlich durch mehr Glück als Verstand eine offene Tankstelle zu finden, wo man dann an der Liter-Zahl feststellen konnte, dass wirklich kein Tropfen mehr im Tank war. Das große Entsetzen kam aber erst, als man, wieder auf der Autobahn, 5 km nach der benutzten Ausfahrt eine Raststätte erblickte…D’oh!!!

Irgendwann erreichte man dann auch heimische Gegenden, wo man allerdings aufgrund der späten Ankunft jeden noch einzelnd nach Hause fahren musste, da keinerlei Züge mehr fuhren. So führte der Weg quer durch das schöne Hessen, bis dann, nach 700km Fahrt irgendwann alle in ihren Betten waren um der chaotischen Fahrt Tribut zu zollen…

PS: Das Andenkensfoto einer Essener-Blitzanlage wird selbstversändlich nach dem Erhalt veröffentlicht!

Nach dem mehr als bitteren Derby hieß es eine Woche später wieder früh raus aus den Federn, da man vor dem Auswärtsspiel in Gladbach noch die Amateure unterstützen wollte.

So ging es etwas verspätet mit T. als Fahrer (danke schonmal für das reichliche Durchhaltevermögen! Mehr dazu später. ) und 2 bekannten Gesellen Richtung Bierhauptstadt, welche man leider sehr spät erreichte, sodass von der 1. Halbzeit nur ca. eine halbe Stunde blieb.

Diese konnte aber mehr als überzeugen, so spielten die Amas für den bisherigen Saisonverlauf richtig gut, ein Führungstreffer blieb allerdings noch aus. Dies gelang dann in der 2. Halbzeit, in der man weiterhin dominierend auftrat und schließlich einen sehr schön anzusehenden Treffer erzielte. Umso bitterer war es dann, als Wehen in der Schlussminute ein astreines Freistoßtor schoss, dem der Platzverweis von einem (in meinen Augen) bis dato verdammt starken Öztekin vorausging.

Die Stimmung war in der mit 1050 Zuschauern gefüllten Roten Erde akzeptabel, so hatte ich auch das Gefühl, dass man den Support wieder mehr auf das Spielgeschehen ausrichtete, was ja in der letzten Zeit ein ( wahrscheinlich auch zurecht ) verbreiteter Kritikpunkt war.

Wie erwartet war die optische Unterstützung im Grunde nicht vorhanden, so hing nur die AMATEURE – Fahne und ein Banner für Brice Taton vor dem Block.

Nach dem Schlusspfiff ging es direkt zum Auto…

Was soll man da noch sagen?

29. September 2009

Viel wurde im Vorfeld über das Spiel geredet und groß waren die Erwartungen. Manche erhofften sich viel im Stadion, andere viel daneben. Im Endeffekt wurden wohl alle enttäuscht.

Allen die gehofft hatten mal eine richtige Klopperei für Youtube filmen zu können versaute die Polizei schon frühzeitig den Tag. Was da aufgefahren wurde war schon wirklich von der ganz feinen Sorte. Und so hatten die Herren und Damen (von denen ich mich teilweise gerne hätte verhaften lassen…) der Staatsmacht die Lage den ganzen Tag vollkommen im Griff.

Wer sich mehr auf das sportliche konzentrierte kam allerdings auch nicht besser weg. Zwar kann man sicherlich sagen, dass die Niederlage schon etwas unglücklich war, weil die spielentscheidenden Szenen jeweils mit strittige Entscheidungen in Verbindung stehen. Aber unsere Niederlage daran festzumachen wird der Leistung unserer Mannschaft nicht gerecht. Die war nämlich – mal wieder – stellenweise absolut unterklassig.

Zum einen ist es kaum akzeptabel ein Derby ohne eine gelbe Karte zu beenden. Dies wäre allerdings nicht mein Hauptkritikpunkt. Einfach deshalb, weil ich aufgrund der Fernsehbilder im Nachhinein der Meinung bin, dass wir durchaus auch mal eine gelbe hätten kriegen können. Der fehlende Einsatz war es nicht. Viel mehr wirkt es so, als könnten wir es wirklich nicht besser. Wie stümperhaft da im Angriff agiert und aussichtsreiche Positionen verstolpert werden war einfach nur erschütternd. (Von wegen stolpern, können wir uns eigentlich keine ordentlichen Schuhe leisten, oder warum fliegen die die halbe Zeit auf die Fresse?)

Die bitteren Niederlagen der Fanszene machten den Tag endgültig zu einem Fiasko. Daher fehlte mir dann auch die Lust alleine bis nach Hause durchzufahren und so verbrachte ich die Nacht in Hessen, wo der Abend mit Jacky-Cola und Betrauern der misslungenen Aktionen des Tages beendet wurde.

Abends in Baden

29. September 2009

Nach der durchaus ganz lustigen WET Tour nach Weiden stand im DFB Pokal als nächstes der KSC auf dem Plan. Hätte sicherlich reizvollere Gegner gegeben, vor allem an einem Dienstagabend. Ganz unzufrieden war ich trotzdem nicht, denn das Los hatte den entscheidenden Vorteil, dass die Anfahrt für mich ausnahmsweise mal nicht so extrem weit war.

Was den Spielverlauf anging war ich wenig optimistisch und rechnete mit einer Entscheidung im Elfmeterschießen. Glücklicherweise lag ich damit ziemlich daneben und unser Sieg war zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in Gefahr. Hervorzuheben ist dabei, dass die Tore auch noch richtig schön waren und allesamt von Stürmern erzielt wurden. Das sieht man von unseren Jungs da vorne auch nicht alle Tage…

Der Gästeblock war von Anfang an gut aufgelegt und wurde durch den Spielverlauf natürlich noch weiter positiv gestimmt. Da die Karlsruher sich von dem Rückstand aber ebenso wenig beeindruckt zeigten, entwickelte sich eine richtig schöne Atmosphäre.

Da wir glücklicherweise dicht am Stadion parken konnten, blieb uns ein nächtlicher Waldspaziergang erspart, was uns allen ganz recht war und so konnte man nach dem Spiel zügig Richtung Heimat aufbrechen.

Mit Osnabrück ist ja nun auch der Gegner der nächsten Runde bekannt. Sicherlich kein leichtes Los, selbst wenn sie aus der gleichen Liga kommen wie unsere Amas. Man sollte dieses Spiel auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen.

Viel zu wenig

20. September 2009

Fest entschlossen den Bericht von gestern mal früher abzuliefern sitze ich jetzt schon früh um 1 am Sonntagmorgen da und rufe mir die interessanten Sachen von gestern ins Gedächtnis.

Leichter gesagt als getan. Das Spiel gibt wenig her um sich darüber auszulassen. Ich war am Ende noch nicht mal richtig sauer – im Gegensatz zu vielen anderen. Ernüchterung beschrieb es in meinem Fall besser. Das sollte es gewesen sein? Eine Woche nach einer Klatsche und einem Kurztrainingslager ist DAS, wie wir uns präsentieren?

Es geht nicht mal darum, dass wir in der Tabelle ziemlich weit unten stehen. Das ist zu diesem Zeitpunkt der Saison in meinen Augen völlig unerheblich. Dass aber wirklich alles verloren gegangen ist, was in in der letzte Spielzeit ausgezeichnet hat, stimmt mich schon nachdenklich.

Auf den Rängen war es nach meinem Dafürhalten ganz ok. Wir haben uns sicher nicht überragend präsentiert, aber es gelang immer wieder auch in den schlechten Phasen des Spiels die Sitzplätze mitzunehmen und das ist ja zuhause zB. so gut wie nie der Fall. Mit unserem Auftritt der letzten Saison ist es aber leider nicht zu vergleichen gewesen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde per Banner wieder einmal auf die in der Dortmunder Fanszene vorherrschende Position zum Stichwort 50+1 aufmerksam gemacht. Ob das gewisse Leute in Hannover interessiert bleibt zu bezweifeln. Trotzdem kann man seine Meinung in dieser Hinsicht gar nicht oft genug kundtun.

Zu erwähnen wäre leider noch, dass es gewissen Teilen des Gästeblocks offenbar nicht möglich war, sich an der Schweigeminute für einen verstorbenen Hannover-Fan zu beteiligen. Wer so eine Gelegenheit nutzen muss um auf sich aufmerksam zu machen ist nur noch zu bemitleiden.

Die Hin und Rückfahrt verlief dieses mal außerordentlich entspannt und ohne weitere Zwischenfälle, so dass ich mich mit Gedanken an den KSC und das Derby im HInterkopf schon verhältnismäßig früh in die Kiste hauen konnte.

Guter Anfang, schlimmes Ende

15. September 2009

Obwohl ich neben dem Fußball auch eine große Leidenschaft für alkoholische Mixturen habe, bereute ich die Cocktails vom Freitag schon, als am Samstag um 05:45 der Wecker klingelte. Die zweite Busfahrt dieser Saison stand an.

Busfahrten sind zwar toll, dauern aber leider in der Regel wesentlich länger als Fahrten mit dem Auto, was ein Aufstehen zu diese Zeit unausweichlich machte. Da es aber am Morgen richtig kalt war, verflog die Müdigkeit schnell. Die Hinfahrt wurde schnell über die Bühne gebracht und ich sah mit Spannung dem Spiel entgegen. So richtig zuversichtlich war ich nicht, aber spätestens am Stadion verfliegt das dann meistens und ich gehe immer fest davon aus, dass wir zuhause sowieso nicht verlieren. Ist ja unser Stadion.

Das hatte die letzten Monate ja auch gut geklappt, selbst gegen Gegner wie die Bayern. Und auch dieses Mal ging es gut los. Das hing sicher auch mit der unfassbaren Stimmung zusammen. Keine Ahnung was da mit den Leuten los war, aber so könnte es ruhig immer sein.

Nach dem geilen Start ging es leider auf Tribüne und Feld gleichermaßen bergab. Warum ist mit in beiden Fällen ein Rätsel. Wo es hinführte dürfte bekannt sein, ein absolutes Debakel. Dabei ärgerte mich noch nicht mal so so sehr die Niederlage. Gegen die Bayern kann man verlieren. Aber nicht so. Die Leistung der Mannschaft war über weite Strecken lächerlich und muss sich in den nächsten Spielen dringend ändern.

Die Rückfahrt verspätete sich aufgrund einer Odyssee zweier Mitfahrer etwas und so wurde die Zeit von Teilen der Busbesatzung genutzt um es mit dem Ball auf dem Parkplatz besser zu machen als unsere Profis im Stadion. Ich zog es vor mir das erste Bier des Tages zu gönnen und etwas in mich zu gehen.

Die Fahrt selbst verlief dann teilweise etwas chaotisch, trotzdem kam ich um halb 1 wieder endgültig zu hause an, wo ich mir erstmal ein Stück übrig gebliebene Lasagne in die Mikrowelle schmiss.

So konnte auch dieser Tag abgeschlossen werden und die Gedanken auf das nächste Wochenende gerichtet werden. Hoffen wir mal, dass wir in Hannover 2 Punkte mehr mitnehmen als letzte Saison.

An einem doch recht frischen Sonntagmorgen machte ich mich auf den Weg zu einem bekannten Parkplatz, wo schon F. mit einem Kollegen auf mich wartete, denn es ging an diesem Tag hoch in die Bierhauptstadt, um einen Hauch DDR-Flair zu schnuppern. Dieses Mal allerdings nur in dieser 3er-Besetzung. ( *hust* Schnaps *hust* Techno.  Sorry, ich konnts mir nicht verkneifen 😀 Bussi!)

Die Fahrt sollte, wie eigentlich immer, recht kurzlebig werden, so vertrieb man sich mit allerlei Gesprächen die Zeit und tuckerte mit 110 auf der rechten Spur, da man aufgrund des reichlichen Zeitpolsters etwas den Geldbeutel und die Umwelt schonen wollte. In Dortmund angekommen stellte man den Wagen ab um noch ein wenig am Hauptbahnhof rumzugammeln, bis schließlich die letzte Gefährtin zu uns stoß. Auf dem Weg zur Spielstätte wäre meine Wenigkeit dann fast Richtung Rote Erde abgebogen, bis mir wieder einfiel, dass das heutige Spiel  aufgrund der herrschenden Angst vor der Terrororganisation Elb-Kaida im Westfalenstadion stattfinden würde.

Nach der obligatorischen Bratwurst machte man sich auf in den Block, gammelte dort noch etwas rum, bis endlich das Spiel angepfiffen wurde. Das Spiel war in der ersten Zeit ziemlich zäh, um nicht zu sagen langweilig, das gleiche Bild spiegelte sich auch in den Blöcken 12 und 13 wider. Eine gute Lautstärke konnte nur selten erreicht werden – Meistens fing man die Gesänge recht vielversprechend an, um nur nach wenigen Sekunden einen einzigen Kanon zu haben, weil alles viel zu schnell gesungen wurde,  (Ob das nun an der Unfähigkeit der Leute, einer zu leisen Trommel oder gar beidem lag…) bis schließlich alles in einem großen Geblubber unterging. Richtig, richtig schlecht einfach…

Die anschließende Präsentation des Desperados-Banners setzte der ganzen Trauerveranstaltung (wohlgemerkt, auf der Tribüne!) dann die Krone auf. Umso mehr die Genugtuung, als kurz darauf die Amas den 1:0 Siegtreffer erzielten, woraufhin „Scheiß Dynamo!“ und „Hurensöhne!“ – Gesänge durch das Westfalenstadion schallten. Nichtsdestotrotz wurden seitens der „Ultras von die Amateure“ die Fahnen eingepackt und man verbrachte die restliche Spielzeit schweigend. Ein Schritt, der in den bekannten BVB-Foren natürlich wieder mal breit ausdiskutiert wird, was ich persönlich absolut nicht nachvollziehen kann. Es wurde niemandem verboten weiter zu singen, die „Scheiß Dynamo“ Gesänge nach dem Tor kamen sowieso von der Tribüne, und nicht vom Vorsänger. Überhaupt haben die Jungs da unten sich ja nicht hingestellt und geweigert etwas zu singen, damit sie irgendeiner Mentalita gerecht werden.  Viele hatten dann eben einfach nicht die Laune, noch weiterhin zu singen, zu hüpfen und wasweißich. Also find ich es nur noch ätzend, wenn man anderen BVB-Fans persönliche Gründe des Nicht-Supportens abspricht, nur weil es dieses Mal die Leute betraf, die sich selbst eigentlich den Support der Mannschaft als wichtigsten Punkt auf die Fahne geschrieben haben. Ein bisschen mehr Toleranz für die unterschiedliche Auffassung von Fankultur würde den ganzen Kritikern, die nun aus ihren Löchern kommen, wirklich gut tun. Naja, wie auch immer…

Nach dem Schlusspfiff ging es zur U-Bahn Station, wobei man darauf bedacht war, nicht in den Haufen frustrierter Ostdeutscher zu geraten. Dies gelang auch ganz gut, lediglich am Hauptbahnhof musste man noch einen kleinen Umweg in Kauf nehmen, weswegen Fräulein K. leider ihren Zug verpasste, und man sie deswegen noch nach Hause fuhr, um dann endlich wieder Kurs Richtung Süden zu nehmen…Einige Diskussionen über die Ereignisse des Tages plus die Erkenntnis, dass das weibliche Geschöpf nach wie vor die faszinierenste Kreatur auf Erden ist ließen die 2 1/2 Stunden schnell vorübergehen, somit lagen alle pünktlich wieder in ihren kuscheligen Bettchen.

Als einziger der üblichen Verdächtigen konnte ich dem Spiel unserer Amateure am Freitag nicht beiwohnen. Familienfeierlichkeiten in Wuppertal musste ich den Vorrang geben, hatte dafür aber schon einen genialen Plan, wie ich zumindest zum Spiel in Frankfurt am Samstag ohne Probleme pünktlich erscheinen konnte.

Um 14:00 am Freitag sah ich dann allerdings meinen schönen Plan schon vor meinen Augen zusammenbrechen. Mitten in der Fahrt verabschiedete sich die gesamte Elektronik und ich schaffe es nur, das rauchende Auto so gerade noch von der Bundesstraße runter in eine Grundstückseinfahrt zu lenken, wo ich samt Familie dann erst einmal fest saß. Die Äußerungen des herbeigerufenen ADAC-Typen waren ebenfalls wenig erbaulich. („Um da irgendwas sagen zu können, muss man den erstmal zerlegen“)

Glücklicherweise hatte die Werkstatt aber einen Mietwagen am Start, so dass es mit ordentlicher Verspätung weiter Richtung Familienfeier gehen konnte. So wurde der Freitagabend dann doch noch gechillt über die Bühne gebracht und am Samstag konnte es mit dem Mietwagen zeitig in Richtung Gießen weitergehen, von wo aus ich weiter nach Frankfurt transportiert wurde. Endlich mal wieder zu dritt. 😉

Als wir nach etwas Rumgekurve dann endlich einen angenehmen Parkplatz gefunden hatten ging es auch sofort in Stadion zu den schon sehnsüchtig wartenden und dort von dort weiter in den Block. Dieser war viel leerer als ich es befürchtet hatte. Der Grund dafür sprach sich in der Folge schnell herum und erwies sich als ziemlich unerfreulich. Eine Konfrontation zwischen unverständlich und unkooperativ agierenden Ordnungskräften und wartenden Fans war wohl etwas aus dem Ruder gelaufen. Wie üblich zum Leidwesen derer, die eigentlich nur einen schönen Tag beim Fußball verbringen wollen. Die Leute die im Laufe der Zeit noch in den Block strömten sahen schon ziemlich mitgenommen aus…

Möglicherweise auch dadurch bedingt ging meiner Meinung nach im Gästeblock während dem ganzen Spiel viel zu wenig. Auch wenn die Vorsinger und Teile des Blocks sich nach Kräften mühten konnte nicht mal Ansatzweise an Auswärtsauftritte der letzten Saison angeknüpft werden.

Das gleiche galt allerdings auch für unsere Jungs auf dem Platz. Stellenweise schockierend wurde auf dem Platz agiert und zu keiner Zeit ernsthaft Druck erzeugt. Einfach nur schlecht, in meinen Augen. Das 1:1 war dementsprechend alles was man erwarten konnte und auch nur deshalb möglich, weil das Schiesrichtergespann den Hessen einen regulären Treffer aberkannte.

Die Heimkurve präsentierte sich (bis auf die frankfurttypischen, beeindruckenden Hüpfeinlagen) ebenfalls nicht von der außergewöhnlichen Sorte. Lächerlich machten sie sich dann mit der Präsentation von Kuttenschals und Fanshop-Fahnen zur Halbzeit. Das hätte man sich wirklich sparen können.

Die Rückfahrt verlief dann ohne größere Schwierigkeiten und gestaltete sich mit neuen Bekannten die mich mit zurück nach Würzburg nahmen ausgesprochen angenehm, obwohl der Ärger über das Spiel allen anzumerken war.

Abschließend muss ich mich (mal wieder) entschuldigen, den Bericht zum Stuttgartspiel komplett verplant zu haben. Ich gelobe Besserung.

Die Sommerpause sollte für mich noch einmal ätzender als für den „normalen“ Fantypen werden, da ich familiär bedingt erst zum Wochenende des Auswärtsspiels in der Hauptstadt des Verbrechens (*hust*)  wieder in Deutschland weilen sollte.

Am Freitag vor diesem Spiel sollte es jedoch,  um das Wochenende gebührend einzuleiten, erst zu Dortmunds Zweiten gehen, für die ein Spiel gegen Unterhaching auf dem Plan stand. Erstmalig im Auto eines bekannten Weggefährten ging es zusammen mit HW Richtung Zentrum der Welt, wo wir nach der Ankunft auch nach einer lang ersehnten Bratwurst den Block direkt betraten.  Auf Hachinger Seite kaum Mitgereiste vorhanden, wobei man sagen muss, dass auch auf unserer Seite schonmal mehr Dortmunder in der Roten Erde standen.

Nichtsdestotrotz war die Stimmung die meiste Zeit für mein Empfinden akzeptabel, wenn man bedenkt dass die Guten schon Ende der ersten Hälfte mit 0:2 zurücklagen. In den zweiten 45 Minuten schoss man zwar noch den Anschlusstreffer und war sichtlich bemüht, noch einen Punkt zu erkämpfen, doch letztendlich war man vor dem Tor nicht abgezockt genug, um dies zu erreichen…Schade! Diese Saison wird auf jeden Fall verdammt schwer für die Amas.

Nach dem Spiel ging es dann zu viert wieder Richtung Süden, da sich in Anbetracht des am nächsten Tag folgenden Spiels in Frankfurt noch eine Mitfahrerin zu uns gesellte. 😉 Anfangs etwas angefressen aufgrund der Niederlage, erreichte man schließlich am späten Abend trotzdem durch die üblichen Späße gut gelaunt, und hochmotiviert auf das BuLi Spiel, die heimischen Gefilden, wo man den Abend noch etwas ausklingen ließ.

Anbei ein Lied, was mir heute ziemlich im Ohr sitzt – Klasse Teil!

Und weiter gehts!

11. August 2009

Nun hat die neue Saison also endlich angefangen und ich habe es trotzdem bisher völlig verpasst, mich hier mal wieder zu Wort zu melden. Abnehmen konnte mir die Arbeit auch niemand, da der Herr Mitblogger noch in Griechenland verweilt und damit beschäftigt ist mir depressive SMS zu schreiben, weil er den Saisonauftakt verpasst.

Los ging es ja schon am 1. mit dem DFB-Pokalspiel in Weiden. Während der Großteil des BVB-Anhangs dafür eine ziemlich beachtliche Strecke zurücklegen musste, konnte ich relativ entspannt per WET fahren. Das einzige was mir etwas zu schaffen machte war die unerträgliche Hitze an diesem Tag.

Diese machte sich auch im Block bemerkbar und so wurde es nicht immer so laut, wie es vielleicht hätte sein können. Das hing allerdings auch mit der schon oft erwähnten länglichen Form des Gästeblocks zusammen. Man stand schon sehr weit auseinander.

Das Spiel selbst war ja bekanntermaßen nicht so besonders, trotzdem war die Stimmung in der Ecke des Gästeblocks ganz ausgezeichnet. Als langsam klar zu werden schien, dass der BVB an diesem Tag trotz einer durchwachsenen Leistung in die zweite Runde einziehen würde, wurde die Zeit genutzt um im Block herumzublödeln. Wall of Death, Stage Diving mit Herüberreichen in andere Blöcke und imaginäre Pyroaktionen (ganz lässig ausgekontert mit „Ihr macht unseren Sport kaputt“ Gesängen) verbreiteten der Hitze zum Trotz beste Stimmung.

So kann die erste Runde mit schönen Erinnerungen abgehakt werden. Die zweite in Karlsruhe wird sicher nicht so einfach.

Das erste Spiel der Bundesliga führte den 1. FC Köln ins schönste Stadion der Welt.

Ich hatte dieses mal eine etwas andere Reiseroute als sonst, da ich erst noch meine Eltern bei Verwandten rauswerfen musste, zu denen ich auch nach dem Spiel zurückkehrte, um dort zu nächtigen.

Obwohl ich meine Eltern dazu bewegen konnte ziemlich zeitig aufzubrechen machte mit ein Stau auf der A3 einen Strich durch die Rechnung und ich war nicht so früh am Stadion, wie ich es eigentlich geplant hatte. Deshalb ging es ohne Umwege sofort in den Block, wo ich etwa eine Stunde vor Anpfiff meinen Platz einnahm.

Vor dem Spiel hatte TU zusammen mit den Kölnern eine Spruchbandaktion gegen das neue Geschäftsmodell von Red Bull vorbereitet. Es bleibt zu hoffen, dass der deutsche Klon von RB Salzburg sportlich nicht ähnlich erfolgreich wird wie sein Vorbild.

Das Spiel selbst war dann so ziemlich das genaue Gegenteil von dem Spiel in Weiden. Während wir in Weiden 1:3 gewannen und damit eigentlich viel zu gut wegkamen, waren wir beim ersten Heimspiel der Saison richtig stark, konnten aber trotzdem kein Tor erzielen. So mussten wir (erneut) durch ein Eigentor der Kölner erlöst werden. Verdient hatten wir es uns doppelt und dreifach.

Die Stimmung überzeugte mich in der ersten Halbzeit gar nicht, wurde dann in der zweiten Hälfte aber besser. Auch die Fans brauchen vermutlich etwas Aufwärmzeit nach der Sommerpause.

Die Gäste aus Köln machten im Übrigen einen guten Eindruck, ohne allerdings über sich hinaus zu wachsen.

Als Bilanz aus den zwei Spielen bleibt zu sagen, dass unsere Mannschaft ganz gut in die Saison gekommen zu sein scheint und mich das Fieber wieder extremst gepackt hat.

In Hamburg werde ich leider nicht dabei sein können, was mich schon jetzt in höchstem Maße ärgert.

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