Da wir als wissbegierige junge Menschen natürlich auch in der freien Zeit stets bestrebt sind unseren Horizont zu erweitern, machten wir uns am letzten Wochenende auf, die Kulturhauptstadt Europas, Linz, zu besuchen und uns dort an der unglaublichen Fülle und Vielfältigkeit der kulturellen und geschichtlichen Angebote zu laben.

Ähh. Ja.

In Österreich ging also die Bundesliga früher los, deshalb fuhren wir am Samstag runter, um uns das Spiel des Linzer Athletik-Sport-Klubs zu Gemüte zu führen. Gegner war der Sportverein Mattersburg. Obwohl man dort wohl ganz optimistisch auf die neue Spielzeit wartete, war das erste Spiel der Saison eher unterdurchschnittlich besucht. Grund dafür war sicher das schlechte Wetter. In einem komplett überdachten Stadion ist das allerdings keine besonders gute Ausrede.

Überhaupt ist das Stadion der Stadt Linz ein sehr angenehmes. Es ist mit vielen Stehplätzen ausgestattet und bietet dadurch einer großen Masse an jungen Menschen die Möglichkeit das Spiel kostengünstig zu besuchen. Besonders weil man es dort mit der Kontrolle von Ermäßigungen nicht so genau nimmt…

Auch die Toiletten haben dort einen Standard, den man von unserem schönen Stadion nicht gewöhnt ist. Man muss aber auch nicht immer zu viel erwarten. Ich wäre schon froh, wenn es bei mir zu hause so aussähe. Naja.

Natürlich ist aber auch in Österreich nicht alles schön. Und damit meine ich nicht nur die Sprache, die wirklich nur bei sehr, sehr grober Auslegung als Deutsch zu bezeichnen ist.

Was allgemein gerne als Kommerzialisierung des Fußballs bezeichnet wird ist auch hier nicht zu übersehen. Vor allem sind die Trikots in einem Maß mit Werbung voll gestopft, das bei uns vermutlich ähnlich gut ankommen würde wie rosa Heimtrikots.

An das ewige „Danke – Bitte“-Gequatsche von Stadionsprechern werde ich mich außerdem wohl nie gewöhnen können.

Aber gut. Das Spiel war dafür super. LASK schoss in der ersten Halbzeit 4 Tore und kam auch in der zweiten Hälfte niemals ernsthaft in Bedrängnis, so dass das Spiel 4:0 endete.

Die Stimmung kann ich dabei schlecht beurteilen. Ab und zu wurde es schon mal relativ laut, allerdings stand ich auch direkt in der Nähe des Vorsängers.

Auffällig fand ich dabei vor allem, dass nahezu alle Gesänge von anderen Vereinen geklaut waren. Das Übernehmen von Melodien ist ja nun aber nichts Ungewöhnliches und da in einer so kleinen Szene die Anzahl der kreativen Köpfe sicher begrenzt ist, auch nicht weiter verwerflich.

Alles in allem war es aber ein durchaus interessantes Erlebnis, mal den österreichischen Fußball kennen zu lernen.

Trotzdem wird es Zeit, dass es auch bei uns wieder losgeht.

Es ist soweit. Die Sommerpause scheint sich dem Ende zu neigen.

Zwar sind es eigentlich noch 36 Tage bis das Leben wieder einen Sinn hat, aber zumindest wurde heute der Spielplan bekannt gegeben. So kann man schon mal alle Tanten und Onkel anrufen und Bescheid sagen, zu welchen Terminen sie sich mit Hochzeiten, Geburtstagen und Beerdigungen zurückhalten sollten.

Erwähnenswert dabei ist vor allem, dass unserer wunderbaren Borussia zu ihrem 100. Geburtstag ein Heimspiel gegen den SC Freiburg beschert wurde. Ein Los mit dem wir sehr zufrieden sein könnten, denke ich.

Für alle, die es aber schon vor dem heutigen Tag nicht mehr aushalten konnten, gab es am letzten Sonntag noch das Spiel der A-Jugend im Finale um die Deutsche Meisterschaft. Diese hatten dort erneut die Chance, sich für eine tolle Saison zu belohnen, nachdem das im Pokalfinale gegen Freiburg leider missglückt war.

Das Wetter spiele mit und trug mit Sicherheit auch dazu bei, dass das Stadion am Bruchweg in Mainz ausgezeichnet gefüllt war. Wenig überraschend hatte Mainz die Oberhand, vor allem viele Familien schienen sich an diesem Tag aufgemacht zu haben um uns den Tag zu verderben.

Das gelang ihnen zu Beginn allerdings nicht besonders. Unsere Jungs legten gut los und konnten sich auch diverse Chancen erarbeiten. Als wir dann allerdings durch einen Sonntagsschuss plötzlich hinten lagen, ging das Konzept völlig verloren. Zwar konnte vor der Pause noch ausgeglichen werden aber das Spiel wurde nicht wieder richtig unter Kontrolle gebracht. Auch in der zweiten Hälfte machten fehlende Kreativität, individuelle Fehler, sowie mangelnde Chancenverwertung einen Sieg unmöglich.

Am Ende musste man sich den Gastgebern mit 2:1 geschlagen geben. Eine für Spieler und Verantwortliche des A-Jugend-Teams verständlicherweise extrem bitterer Situation. Ein Titel wäre nach dieser Saison wirklich verdient gewesen.

Mir persönlich blieb als Radnotiz noch die Erkenntnis, dass selbst bei einem Spiel der Jugend das hintere Fach der Bauchtasche kein ausreichendes Versteck für Aufkleber ist. Schade eigentlich.

Wird Zeit, dass die Bundesliga wieder losgeht.

Wie hier ja bereits berichtet wurde, war es unseren Amateuren gelungen, den Saisonaufstieg schon einen Spieltag vor Ende klar zu machen. Trotzdem war natürlich klar, dass der endgültige Abschluss der Saison etwas sein würde, das sich niemand entgehen lassen will. Auch wenn es sportlich um nichts mehr ging.

Nachdem ich schon seit Freitag bei den üblichen Verdächtigen verweilte, hieß es am Samstag schon um 6 Uhr aufstehen um mit dem Zug in Richtung Gießen zu fahren, von wo aus es mit zwei WETs in Richtung Dortmund gehen sollte. Ein reichhaltiges Frühstück beim Mc Donalds sowie der Sixer Bier unterm Arm erschienen mit Ausrüstung genug für den langen Tag. An eine Jacke hatte ich dafür nicht gedacht, was ich im Laufe des Tages noch diverse Male bereuen sollte.

Die Zugfahrt verlief zunächst ganz entspannt. Wir beschlossen uns den Umstieg in Siegen zu sparen und statt dessen über Köln zu fahren. Wer auch immer diese Idee hatte vergaß dabei, dass wir dann abschnittsweise die gleiche Strecke hatten wie unsere Gegner an diesem Tag. Das Problem erledigte sich allerdings schon in Köln von alleine, als eine gut gelaunte Reisegruppe aus Trier sich ebenfalls entschied die gleiche Verbindung zu wählen und wird daraufhin beschlossen, doch lieber anders zu fahren. Trier und voraussichtlich Essen mit uns im Zug war dann doch des guten zu viel.

Leider fuhr der Zug den wir daraufhin nahmen über Wuppertal. Eine sehr nervige Angelegenheit, die vor allem dazu führte, dass wir viel später als geplant im Herzen der Welt ankamen. Glücklicherweise hatten wir die Karten schon sicher und mussten und wegen der Uhrzeit nicht mehr allzu sehr verrückt machen. Danke nochmal dafür! Entsprechend entspannt konnten wir dann den Weg von Wuppertal nach Dortmund zurücklegen und aktuelle Themen wie die Europawahl oder Durchfall verursachende kolumbianische Dienstleisterinnen diskutieren…

In Dortmund angekommen standen nur die knurrenden Mägen einem direkten Betreten des Blocks im Weg. Vor den Würstchenbuden im Stadion herrschten dann allerdings Schlangen die spontan vermuten ließen, dass die Linke die Europawahl gewonnen und sofort wieder Essensmarken ausgegeben hätte. Das geplante Mahl wurde also auf nach Abpfiff verschoben und sofort die Suche nach einem geeigneten Platz im Block angetreten. Aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit wurde schnell klar, dass Block 12 keine angenehme Wahl sein würde und so wurde zum ersten Mal diese Saison eine Position in Block 13 eingenommen.

Das Spiel selbst war dann eines von der Sorte, die sich nur Mannschaften erlauben dürfen, die schon sicher Meister sind. Genauso gelassen schien die Mannschaft das auch zu sehen. Selbst die Spieler auf der Bank verloren manchmal das Spiel aus den Augen und zogen es stattdessen vor in die Gesänge der Tribüne einzustimmen. Es sei ihnen gegönnt, die Amas haben eine super Saison gespielt.

Nach dem Spiel ging es nach einem Imbiss in der Roten Erde noch schnell in die Stadt wo ich mich im Regen stehend abermals fragte, wie man nur so blöd sein kann und bei so einem Wetter keine Jacke dabei haben. Der warme Zug kam mir daher dann ganz gelegen und ich richtete mich auf eine gemütliche Fahrt zurück ein.

Diese wurde allerdings länger als geplant. Alles begann damit, dass ein kleiner Junge kurz vor Hagen die Notbremse zog. Offenbar war er von seiner Mutter, die neben ihm noch zwei andere Kinder dabei hatte, einen Moment lang unbeaufsichtigt gelassen worden. Für diese war die darauf folgende Situation allerdings weit weniger lustig als für die restlichen Reisenden. Ihr wurde von der Schaffnerin mitgeteilt, dass es sich bei dem unnötigen Betätigen der Notbremse um eine Straftat handle, die sie 200€ kosten würde. Denn: Eltern haften für ihre Kinder. Das wussten auch diverse Mitreisende, die das auch sofort laut kundtaten. Warum das ganze Abteil auf einmal auf der Seite der Schaffnerin war, ist mir auch jetzt noch ein Rätsel, trotzdem war es sehr belustigend.

So belustigend allerdings, dass wir daraufhin in Hagen völlig das Aussteigen vergaßen. Als wir nach einer Weile anfingen uns darüber zu wundern, dass wir vor knapp einer halben Stunde in Hagen hätten sein sollen, fand sich glücklicherweise eine ebenso hilfsbereite wie belustigte junge Dame, die uns auf unseren Fehler aufmerksam machte. Hielt sie uns in diesem Moment für komplett bescheuert, so hatte sie vermutlich Recht.

Nach kurzer Beratung war die Route klar: Da das auf der Hinfahrt schon so gut geklappt hatte, würden wir wieder über Wuppertal und Köln fahren. Genau in diesem Moment erreichte uns ein Anruf, wir sollten auf gar keinen Fall über Siegen fahren. Eine Bombendrohung hätte den ganzen Bahnhof lahm gelegt und absolut nichts würde mehr voran gehen. Dass das komplett frei erfundener Unsinn war, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht und so fühlen wir uns erstmal als die absoluten Gewinner der Situation.

Das hielt ungefähr so lange an, bis wir am Bahnhof in Köln bemerkten, dass uns eine Wartezeit von 1,5 Stunden erwartete. Nicht nur vom Langeweile-Faktor her in einer fremden Stadt „fußballtypisch“ gekleidet am Abend eine ausgesprochen unangenehme Situation. So wurde von weiteren Besichtigungstouren der Domstadt abgesehen und sich mit aufgefülltem Biervorrat in einen örtlichen Fast-Food-Laden verzogen.

Der Rest der Fahrt verlief dann auch ganz entspannt. Allerdings wurde es schon ziemlich spät, bis dann alle von uns zu hause waren. Für mich hieß es sowieso nochmal in Hessen übernachten, da WET-Touren bis nach Unterfranken zeitlich selbst dann unmöglich wären, wenn man immer am richtigen Bahnhof aussteigt.

So endete die Reise für mich erst am Sonntagmittag um halb 1 endgültig. Zu hause angekommen ließ ich das Wochenende mit einem Buch auf der Couch mehr schlafend als lesend ausklingen.

Alles in allem ein absolut gelungener Abschluss dieser Saison. Hoffentlich sieht man sich zur neuen Saison in alter Frische wieder. Ob in, oder vor dem Stadion.

Denn auch an dieser Stelle will ich nicht vergessen eins zu erwähnen:

Ausgesperrte immer bei uns!

A U F S T E I G E R!

31. Mai 2009

Yayayay!

Auch wenn es zwischenzeitlich überhaupt nicht so ausschaute, haben unsere Amateure es letztendlich (mit tatkräftiger Unterstützung von Eintracht Trier) doch noch geschafft, am 33. Spieltag den Aufstieg klarzumachen! Doch gehen wir nochmal ein paar Stunden zurück…

Da sich meine 2 Knallköpfe erdreisteten, „Abitur“ als Grund zum Wegbleiben anzugeben, suchte ich mir 2 Mitfahrer um mit dem WET hoch nach Münster zu fahren…5 Minuten vor Abfahrt des Zuges bekam ich dann allerdings die SMS, dass diese ihren Zug verpasst haben. Naja, schnell 3 Borussen angequatscht mit denen man dann den Weg nach Münster antreten sollte. Dummerweise verpassten wir einen Zug, sodass uns neben einem Umweg über Dortmund & Wanne-Eickel auch reichlich Verspätung nicht erspart blieb. So kam es, dass wir 20 Minuten nach Anpfiff erst das Stadiongelände betraten. Vor dem Stadion sah man dann noch die Dortmunder SEK-SV, was zumindest bei mir für einen Kloß im Hals sorgte. Hoffentlich bleibt mir dieses Schicksal auf ewig erspart… Nachdem ich mir zu recht fairen Preisen noch schnell eine Karte besorgte, ging es dann rein ins Vergnügen. Sehr nettes Stadion für meine Begriffe, dicker Minuspunkt allerdings diese elendigen Drecks-Mücken-Wasauchimmer. Echt nervig, das ganze Spiel über irgendwas vor einem herumschwirren zu haben. Hass!

Dies sollte logischerweise nach der kuriosen Schlussphase vergessen sein, sodass man noch lange Zeit nach Abpfiff die Mannschaft feierte, und einfach fröhlich durch den Block tanzte.  Nachdem auch die letzten Gesänge verklungen waren, machte ich mich nun auf, da ich eine sehr gute Mitfahrgelegenheit gen Heimat wahrnehmen konnte, sodass man schon, anders als sonst, am frühen Abend wieder daheim war. Alles in allem sehr genialer Tag, und die Vorfreude auf nächste Woche steigt stetig ( – Endlich mal wieder vollzählig am Start, ihr Möchtegern-Intellektuellen-Abiturienten!)

Giog

Und jetzt?

24. Mai 2009

Das wars also.  Gestern um 17:21 war alles vorbei. Nicht nur die Saison, sondern auch die Träume vom internationalen Geschäft. Den Tag über war dann einfach nur Ärger darüber angesagt, dass es am Ende passenderweise ein Unentschieden war, dass uns den Weg verbaut. Doch alles nicht geklappt, obwohl wir so nah dran waren.

Aber auch gestern schon kam dann schon langsam der Verstand zurück der sagt: „Alles nicht geklappt? Völliger Unsinn!“ Und Recht hat er. Klar ist es schade, so kurz vorm Ziel gescheitert zu sein. Aber wenn man sich mal den Verlauf der Saison vor Augen führt, hätte man das erstens niemals so erwarten können und zweitens war es auch so schon geil genug. Klar, Platz 5 wäre die Krönung gewesen. Aber gehts beim Fußball nur um das Ergebnis?

Ich denke nicht. Viel mehr geht es darum, den Moment zu leben. Zu merken, dass der Funke überspringt, dass die Mannschaft sich auf dem Feld zerreißt. Zu spüren, wie die Menschen um einen herum alles geben um gemeinsam den Sieg herbeizuschreien. Es geht darum, den Boden unter den Füßen zu verlieren, wenn die ganze Tribüne eskaliert. Am Ende geht es darum stolz zu sein. Stolz auf das was man zusammen geleistet hat. Wie man die Farben die man liebt vertreten hat. In Deutschland und auch darüber hinaus.

Wenn ich mir jetzt die Saison wieder ins Gedächtnis rufe kann ich sagen: Es hat nichts gefehlt. Das Derby der Hinrunde war das Unfassbarste, das ich je erlebt habe. Die Erinnerung an den Sonderzug und das Spiel in Udine werden mich für immer begleiten, da bin ich sicher. Oft stand ich auf der Tribüne und war einfach nur begeistert von dem, was unsere Mannschaft da gezeigt hat. Also Bonus obendrauf hab ich eine Menge neue Kontakte geknüpft und klasse Leute kennengelernt im Laufe dieser Saison.

Ich bin zufrieden. Wir werden jetzt zwar nicht international spielen in dem Jahr, in dem unsere Liebe 100 Jahre alt wird. Trotzdem sind wir gut in dieses wichtige Jahr gestartet. Grundlagen wurden gelegt. Wir haben einen richtig guten Trainer und eine Mannschaft die nun zumindest den Grundstock für eine erfolgreiche Zukunft bietet. Das vor allem auch deshalb, weil sie zu einem großen Anteil aus jungen Spielen besteht. Das eine ganze Reihe unseres Nachwuchses auch noch aus der Region kommt, gefällt mir besonders.

Auch wenn ein kleiner Rest Ärger natürlich bleiben wird, geh ich trotzdem nicht schlecht gelaunt in die Sommerpause. Und noch ist ja auch nicht alles vorbei, in Sachen Fußball und Titel.

Unsere Amateure können (und werden!) noch die Meisterschaft in der Regionalliga-West klar machen und damit den Aufstieg in die 3. Liga sichern.

Dazu wird es mit Sicherheit an dieser Stelle auch nochmal was zu lesen geben.

Bevor es so weit ist, muss ich aber noch eben mein Abi derbe in den Sand setzten. Aber danach wird mit dem Aufstieg der Amas der Urlaub eingeläutet!

Europapokal!

18. Mai 2009

Nach dem Anlegen der Überschrift musste ich doch für einen Moment inne halten, ob das nicht eine gewagte Äußerung ist, denn noch ist nichts entschieden, aber lassen wir es einfach mal so stehen. Vor dem Spiel sah die Tabelle allerdings noch nicht so wundervoll aus, zumindest nicht als ich mich in aller Frühe ( Grüße an unseren Fahrer an dieser Stelle! ) aus dem Bett quälte. Unsere übliche Truppe sollten heute durch drei Mann verstärkt werden, was sich wie schon beim letzten Mal als absolut spaßig herausstellen sollte, an dieser Stelle Grüße an die Jungs, falls ihr es lest. War der ein oder andere am Morgen noch etwas benebelt, sollte man letztendlich bis zum zeitigen Erreichen der Bierhauptstadt wieder eine extrem ausgelassene Atmosphäre im Auto beobachten können. Gerüchten zufolge sorgten einige leicht bekleidete junge Damen noch zur allgemeinen Erheiterung, aber darüber legen wir lieber den Mantel des Schweigens. („Alter, die stehen da schon um ZEHN !!! Uhr“) Nachdem man noch zusammen zu einer Dortmunder Kneipe lief machten Lukas und ich uns recht früh auf den Weg, um noch 2 überschüssige Karten zu verkaufen…“Wohne 10-15 Minuten vom Stadion weg, einfach anklingeln“…Jo, is klar. Nachdem man die Karten an den Mann (bzw. die Frau) gebracht hatte, bahnten wir uns den Weg zu unserem Plätzchen und verbrachten die restliche Zeit mit den üblichen Dingen. In der ersten Halbzeit sollte ein sehr trauriger Anlass der Grund für eine kleine „Choreo“ sein, so wurde in der 09. Minute nochmals an die verstorbene Borussin Marion gedacht, die durch einen Autounfall ums Leben kam…Ruhe in Frieden.

Die erste Halbzeit gab für meinen Geschmack nicht allzuviel her, war es die meiste Zeit doch recht zäh, was sich auch auf der Tribüne wiederspiegelte.  Allerdings schossen die Kölner in Hamburg schon sehr sehr früh das 0:1, sodass nach dem Dortmunder 1:0 durch Sebastian Kehl einige schon die Europapokal-Gesänge auf den Lippen hatten. Nun, was soll ich zur zweiten Halbzeit sagen? 5 weitere Tore durfte man bejubeln,  einfach ein kongenialer letzter Heimsieg in dieser Saison, einfach schön wenn man durchgehend mit einem Lachen auf der Tribüne stehen kann. Nach Abpfiff hieß es dann nochmal bangen ob des Ergebnisses in Hamburg, doch die Kölner hielten ihr 0:1 und der neue 5. hieß damit BORUSSIA DORTMUND!

Nachdem dies entsprechend gefeiert wurde, machten wir uns noch auf um 2 unserer Mitfahrer abzuholen und verließen schließlich…über einen kleinen Umweg… unsere geliebte Stadt Dortmund Richtung Süden.

An dieser Stelle noch einen Gruß an HW von HW-L, nächstes Mal dann!

Mal was anderes

11. Mai 2009

Mal was anderes ist nicht nur das Design, dass ja jetzt erst durch einen aktuellen Artikel eingeweiht wird.

Zwar gab es nach dem letzten Heimspiel mit anschließendem Besuch bei den Handballdamen einiges zu erzählen, aber irgendwie bin ich nicht dazu gekommen. Hab dann doch mal bischen was gelernt zwischendurch auch.

Aber wie gesagt, nicht nur das Design ist neu. Eine völlig neue Erfahrung war auch der letzte Spielbesuch für mich. Zum einen hatte ich meine jüngere Schwester dabei, was an sich schon ungewöhnlich genug ist. Zum anderen stand ich als Folge dessen zum ersten mal seit längerem nicht auf der Süd bei einem Heimspiel. Da ich zufälligerweise Freikarten für Block 50 auf der Haupttribüne hatte, nahm ich die Chance natürlich wahr, mal Haupttribünenflair zu erleben. Insgesamt muss ich sagen, dass es besser war als ich das erwartet hätte. Zwar ist dort weitestgehend tote Hose, was Support angeht, dafür sind die Leute aber großteils viel entspannter, als ich das gedacht hätte.

Da konnte auch immer mal jemand durch überschäumende Begeisterung bedingt ein paar Sekunden aufstehen, ohne dass direkt geschimpft wird. Das hängt sicher auch damit zusammen, dass dort eine ziemlich hohe Dauerkartenquote zu herrschen scheint. Wenn man oft im Stadion ist, reagiert man sicher besonnener auf das Verhalten anderer. Ein paar Idioten gibt es natürlich immer. Etwas links von mir war auch ein Typ der Kategorie „Ich spreche Leute grundsätzlich nie freundlich an, wenn ich etwas will, sondern schreie erstmal los“. Gelb oder schwarz war an seiner Kleidung übrigens nirgendwo zu entdecken, was aber keine Wertung sein soll. Seltsam fand ich dann  allerdings, dass er selbst als das 4:0 fiel nicht einmal lächelte. Kurzes Aufstehen, ohne das Gesicht zu verziehen ein paar mal pflichtbewusst klatschen, wieder hinsetzen. Der schien noch ganz andere Probleme zu haben, als stehende Leute. Immerhin war er aber pünktlich zuhause. Er war der erste aus meinem Umfeld, der den Heimweg antrat. Etwa in der 85. Minute. Jeder wie er will.

Ich wäre auch noch 09 Stunden geblieben. Einfach toll was unsere Mannschaft da wieder gezeigt hat. Zwar war es in der 1. Halbzeit nicht zu 100% suverän, aber trotzdem waren wir nie ernsthaft in Gefahr. Dazu kamen Spielzüge aus dem Bilderbuch, so dass das 4:0 auch in der Höhe völlig verdient war.

Die Gewissheit dass das zumindest bis Sonntag noch dazu für Platz 5 reicht, hat den Tag eigentlich perfekt gemacht. Abgerundet wurde es dann einen Tag später durch die Bremer. Vielen Dank dafür!

Jetzt haben wir es also selber in der Hand. Morgen gegen Wolfsburg wird es allerdings verdammt schwer. Trotzdem bin ich ganz zuversichtlich, was Europa angeht. Wir haben den Fuß in der Tür und Hamburg liegt noch dazu am Boden. Gegen den größten Feind drei Wettbewerbe zu verspielen ist so bitter, es ist kaum vorstellbar.

Träumen ist also wieder erlaubt. Erinnerungen werden wach, an den Sonderzug nach Udine. An den unglaublichen Kampf den wir geliefert haben. An das Gefühl mit erhobenem Haupt aus Europa zurückzukehren. Und dieses mal würde es auch anders laufen. Die Veränderung in unserem Spiel ist offensichtlich. Ich glaube fest, dass die Gruppenphase dieses mal erreicht würde und viele attraktive Ziele liefern und Löcher ungeahnten Außmaßes in den Haushaltsplan reißen würde. Aber das ist dann auch egal. Wenn man schon am Schalter steht sollte man auch zuschlagen.

„Einmal England zum Weghauen bitte.“

Doch kein Aufwind

18. April 2009

Auf Drängen meines Spastenfreundes (ja ich mag dich auch.) bin ich nun dazu verdonnert, um diese Uhrzeit noch einen Spielbericht von gestern zu verfassen.
Eigentlich will ich das Spiel eher nicht mehr ausgraben, da ich heute schon beschlossen habe, es einfach zurückzustecken und nicht mehr so oft dran zu denken, aber was tut man nicht alles. Kurz gesagt: Blamage pur.

Beginnen will ich mit dem, was anfangs eigentlich positiv schien. Die letzten Spiele ging es stetig bergauf, neuer Trainer, neuer Beginn, es geht wieder bergauf, so versuchte man es allen in den Kopf zu bringen. Ob mit Zeitungen oder mündlich weitergegeben, die österreichische Fußballlegende Hans Krankl sollte die Linzer Jungs mal wieder nach vorne bringen.
Erstes Spiel des neuen Trainers, 2:0 Rückstand gegen Kapfenberg (eher untere Hälfte der Liga) auf 2:2 aufgeholt, was schon sehr überragend schien, wenn man bedenkt, was in den letzten Spielen so abging – nach einem Führungstor der anderen war Sense bei uns, von kämpfen keine Spur.
Darauf folgte das Auswärtsspiel in Kärnten, die um einige Punkte vor uns liegen, und wo keiner mit irgendwas gerechnet hatte, doch was kam? Das 0:0 wurde bis zum Goldtor des jungen Linzers Klein tapfer verteidigt. Das Tor erschien als Erlösung gegenüber dem kämpfen und bemühen im Laufe des ganzen Spieles.
Danach waren alle voller Euphorie, das Abstiegsgespenst ist nun verjagt, es geht wieder aufwärts, die Jungs können neue Motivation schöpfen und wissen, dass sie es nicht verlernt haben, 3 Punkte mitzunehmen, vor allem wenn diese auswärts von einem durchaus starken Gegner kommen.

Nun will ich das näher beschreiben was gestern war. Voller Optimismus stieg ich Freitag aus dem Bett und dachte sofort: Heute holen wir die 3 Punkte und zeigen den Riedern, dass sie hier wie immer nichts zu holen haben!
Denn seit Ewigkeiten haben die nicht mehr bei uns gewonnen, es waren viele Unentschieden, viele Niederlagen ihrerseits dabei, aber siegen konnten sie bei uns selten.
Lehrer meinten dass der Lask heute verliert, hochmotiviert hab ich aber gesagt, dass das nicht geschehen wird, der Lask wird wieder stärker, was man auch gesehen hat.
Den ganzen Tag freute ich mich auf den Abend, dann verschlief ich fast, aber ging sich alles noch rechtzeitig aus.
Im Stadion angekommen, traf ich nen Kumpel, der mir berichtete, dass paar Leute von dem üblichen Fanclubs, einen Übergriff auf die Rieder gestartet haben, die mit dem Zug ankamen. Blöd nur, dass überall Polizei war, und sie auch auf die losgingen. Kurz – ne verdammt peinliche und sinnlose Aktion, denn wenn man glaubt, bei so einem Polizeiaufgebot dann auch noch davon zu kommen, dann muss man schon verdammt blöd sein. In der Zeitung stand schon, dass es 17 Festnahmen gibt, und auch verletzte Polizisten, die nicht wussten wie sie mit der großteils betrunkenen Truppe umgehen sollten.
Aber Hauptsache war dann, dass dann gleich bei Spielbeginn die ACAB-Rufe von deren Seite ertönten. Da kann man eigentlich nur schmunzeln, vor so viel Dummheit.
Choreo mäßig wurde ein bisschen was geplant, die Rauchbomben genau in der Reihe vor mir, führte nur nicht zur Freude meinerseits, da erst mal ne Weile keine Luft bekam. Da sind mir die Bengalen um einiges lieber.
Spruchbänder den Geburtstagskinder gewidmet und auch einige den Riedern, die wie immer, als Bauern „beschimpft“ wurden. Diese nennen sich jedoch selber Bauern, was dann wohl nicht mehr als Beschimpfung hingenommen werden kann.
Stimmungsmäßig startete man eigentlich gut, bei Derby scheinen alle hochmotiviert, besonders bei den Hassgesängen.
Lächerlich wird das ganze sowieso erst, wenn die Hassgesänge zur Mehrheit werden, was dann gegen Ende des Spiels passierte (auf ne gewisse Weise kann ich es auch verstehen)

Das erste Tor bekam ich gar nicht mit, die Enttäuschung war noch eher gedämpft, ich war noch voller Optimismus, da tut sich noch was! Und die Chancen waren auch da, finde ich auf jeden Fall.
1:0 ging man dann auch in die Pause, keiner ahnte was noch folgen sollte.
Die Ernüchterung erfolgte dann in der 2. Hz, 2:0, nun sahen manche ein, das wird nichts mehr, den Spielern auf dem Platz sah man es an, sie kämpften, aber hatten vermutlich schon in den Köpfen – das wird nichts mehr.
Die Optimisten (ich war dabei) hofften immer noch auf ein Spiel ala Kapfenberg, wo in den letzten 10 min noch 2 Tore geschossen wurden, eines sogar noch in der Nachspielzeit.
Doch dieser Optimismus verpuffte in der Sekunde, als alles zu eskalieren schien.
Unser Kapitän, Ivica Vastic, der bei einem Streit versuchte zu schlichten, wurde ausgeschlossen, er sah Rot. Keiner konnte es verstehen, da er in dem Spiel davor nie auffällig wurde, kein einziges Foul. Da wird man dann doch neugierig, was geht denn dort ab? Was kann einer schlimmes sagen, der nicht mal die deutsche Sprache wirklich beherrscht?
Wir auf den Rängen konnten es nicht fassen, doch der 2. Streich folgte sogleich.
Es schien, dass eine Streiterei im Gange war, auf einmal stürmte ein Spieler einfach in die Kabine, kam nicht wieder, er sah wiederum auch sofort Rot. Keiner weiß wieso, was geschah.
Nun versuchte man verbissen wenigstens noch ein Tor zu schießen, um die Ehre nicht ganz zu verlieren, die Rieder feierten schon, und dann kam das Unfassbare: Gelb an unseren Tormann – meiner Meinung nach total unverdient, da dieser nur den Ball halten wollte, und der Spieler ihm einfach hineinrannte.
3:0, vorbei, Enttäuschung, Entsetzen, Wut, Empörung, Trauer, das Wieso? stand im Raum.
Manche gingen mit hohen Erwartungen ins Spiel, erwarteten einen Sieg, anderen sahen ein Unentschieden vor Augen.

Woher das kommt? Aus den letzten Wochen, aus den vielen Testspielen, wo die Linzer unter dem Trainer durchaus überzeugen konnten, aus der Zuschreibung der klaren Favoritenrolle des gegnerischen Trainers an uns, aus den Ergebnissen aus den letzten Spielen.
Keiner erwartete das was man sah. Man fühlte sich ein paar Spiele zurück erinnert, als alle noch Angst vor dem Abstieg hatten, und viele blöde Fehler passierten, Fehlpässe waren an der Tagesordnung, die sind zwar jetzt weniger geworden, doch eines ist geblieben, die Langsamkeit, mit der man auf das Tor zuläuft, die Langsamkeit wie man Bälle zuspielt, die so scheinende Verlorenheit mancher Spieler, die nicht wissen, wo sie hinspielen sollen, wenn sie den Weg durch die Verteidigung geschafft haben.

Nun steht man mit leeren Hände da, die Euphorie gegenüber dem Trainer ist wieder gesunken, was mir jedoch klar war, dass das früher oder später passieren wird, jedoch keinesfalls auf diese Weise.
Jetzt ertönen wieder die Rufe „ja!! das war der falsche Trainer! Raus mit ihm!“ lächerlich, aber alltäglich im Kopf vieler Lask „Fans“.

Ich für meinen Teil sehe nach vorne, diese Saison ist nicht mehr viel zu holen. Vielleicht sieht man noch ein paar spannende Spiele und Überraschungen, denn das will man doch sehen, spannende Spiele, wo die Leidenschaft gegenüber dem Verein erweckt wird. Wenn man singend und klatschend auf den Stangen steht, in den Himmel guckt, und ganz genau weiß „Hier gehör ich hin und nirgend wo anders.“

Autor: Verena

Eine Klasse höher, als der S04!

Hö, Aufstieg? Die Frage kann man sich natürlich stellen, spielt unsere wunderbare Borussia doch schon in Liga 1 und ist auch wieder so richtig dran, am internationalen Geschäft. Wer hätte das gedacht?

Trotzdem Aufstieg! Denn alle Vereine leben von ihrem Nachwuchs und auf unseren kann man wirklich bauen. In Liga 4 spielen unsere Amateure (U23) momentan. Das könnte sich aber bald ändern, denn seit gestern steht man wieder auf Rang 1 der Regionalliga-West. Der Aufstieg wäre wirklich ein wunderbarer Erfolg für unsere Jungs. Dass man die Spitzenposition aber grade gegen unseren ungeliebtesten der ungeliebten Nachbarn erobern konnte, machte der Freitag erst zu einem so besonderen Spieltag. Aber der Reihe nach.

Das Derby sollte also am Freitag stattfinden. Eine wunderbare Sache, allerdings etwas verwunderlich. Eigentlich hatte man sich nämlich vorgenommen, unsere Amateure nur noch zeitgleich mit den Profis spielen zu lassen. Mit dieser Maßnahmen will man wohl die Aufmarksamkeit von unserem Nachwuchs ablenken und somit verhindern, dass marodierende Dortmunder Horden Cloppenburg, Trier oder Worms niederbrennen. Das ist auch durchaus berechtigt, präsentiert sich der Dortmunder Anhang bei den Amateuren doch in der letzten Zeit ausgesprochen aggressiv.

Oder auch nicht. Man weiß es nicht. Und die Leute die was zu sagen haben gehören im deutschen Fußball traditionell sowieso zu der ganz ahnungslosen Sorte.

In diesem Fall hatte man es sich aber wohl anders überlegt. Über die genauen Gründe kann man spekulieren, aber eigentlich sind sie auch vollkommen egal.  Die Hauptsache ist, dass das Spiel so lag, dass es zahlreich besucht werden konnte.  Diesen Vorteil wollte sich auch die aktive Szene zunutze machen und rief zu zahlreichem Erscheinen, sowie einem gemeinsamen Marsch zum Stadion auf. Wir entschlossen uns sofort an diesem auch teilzunehmen und waren deshalb schon frühzeitig in Dortmund. Es ist immer wieder ein Genuss, in dieser Stadt nur anwesend zu sein.

Zu dem Marsch ist zu sagen, dass ich persönlich doch insgesamt einen anderen Eindruck hatte, als beim letzten Derbymarsch. Sicherlich war der gestrige wesentlich kleiner, aber auch im Verhältniss erschien mir der Prozentsatz der versoffenen Assis dabei wesentlich geringer. Auch waren viel weniger Leute dabei, die nur mit filmen des Mobs beschäftigt waren, anstatt mal selber das Maul aufzumachen. Ich will jetzt aber nicht anfangen irgendeine Art des Fanseins zu kritisieren, der Unterschied war mir allerdings aufgefallen.

Etwas negativ fand ich das vorgelegte Tempo. Das lag dabei sicherlich weniger an dem tatsächlichen Tempo der Leute an der Spitze, als an dem Drang vieler, zwanghaft ganz vorne mitzulaufen. Dadurch entsteht vor allem im mittleren bis vorderen Teil immer ein Gerenne, das einfach nur nervig ist.

Kurz vor dem erreichen des Stadions mussten dann noch die Stadionverbotler verabschiedet werden, die dieses mal sogar das Verbot hatten, sich nur in der Nähe des Stadions aufzuhalten.

Am Stadion angekommen entstand ein unheimliches Gedränge an den Kartehäuschen, woraufhin diese sogar kurzfristig geschlossen wurden, bis die Ordner die Situation wieder unter Kontrolle hatten. An dieser Stelle machte in meinen Augen einen ziemlich unvorbereiteten Eindruck, was in sofern etwas schwach ist, da der Marsch ja angekündigt war und somit der schlagartige Ansturm hätte erwartet werden können. Um die Situation zu entspannen wurde in der Folge 10 Minuten später angepfiffen. Eine sehr gute Sache, in meinen Augen.

Überhaupt herrschte insgesamt eine sehr entspannte Atmosphäre, auch von Seiten der Polizei. Das kann sicher auch damit erklärt werden, dass nicht mit einen nennenswerten Anzahl an Gästen aus GE gerechnet werden konnte. (Am Ende waren es ca. 20-30.)

Im wunderbaren Stadion Rote Erde folgte dann eine absolut mitreißende Partie. 2 mal gerieten wir in Rückstand um am Ende 4:2 zu gewinnen. Mit dafür verantwortlich war mit Sicherheit die Unterstützung von den Rängen. 3.600 Zuschauer sorgten für eine bombastische Stimmung. Das hat mehr Spaß gemacht als so manches Heimspiel im Westfalenstadion dieses Saison!

Von der aktiven Amateurszene gab es auch (wieder mal) eine sehr nette Aktion zu sehen. Ein großes Lob an dieser Stelle, für die wahnsinnig kreative Arbeit.

Am Ende konnte man völlig entkräftet von dem geilen Spiel wieder den Heimweg antreten um dort um kurz nach 1 ins Bett zu fallen. Der Samstag bescherte uns dann noch einen wunderbaren Sieg in der wohl unbedeutensten Stadt der Welt. Leider konnte ich nicht vor Ort sein, aber die Stimmung bleibt weiter am Siedepunkt. Hoffentlich können wir gegen den HSV nächste Woche nachlegen, dann sind wir wieder ganz vorne dabei, im Rennen um den UEFA-Cup, der bald UEFA-League heißt. Alles andere würde ja viel schlechter klingen als „Champions-League“ und die Spieler sicher total frustrieren, haben sich die Therapeuten bei der UEFA gedacht. Ein guter Gedanke, sonst sind die Spieler sicherlich so frustriert, dass die sich in der Zukunft alle aufführen wie Hoffenheimer und dauernd einer Rot sieht.

Dann muss die Supernanny kommen und die will ja wirklich keiner sehen. In diesem Sinne. Mehr Legaue für alle!

Autor: Lukas

Juhu, Ferien?

13. April 2009

Über eine Woche dauern die Osterferien jetzt an, aber wenn der Ballspielverein nicht spielt hat irgendwie alles keinen Wert. Auch wenn man mit Bayernpleiten in der Championsleague eine nette Zwischenunterhaltung hat. Ist ein bisschen so wie Sekt aus Plastikbechern. Kann man zwar im Notfall schon trinken, ist aber irgendwie doch in jeder Hinsicht komplett scheiße. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Da das Vergnügen dem Spiel in Berlin beizuwohnen mir nicht vergönnt war, dauerte es also bis zur Mitte der Ferien, bis die ganzes Sache auch zu einer richtig angenehmen Angelegenheit wurde.

Strahlender Sonnenschein verleitete schon am Morgen dazu, Pullover und Jacken zuhause zu lassen. Weil es aber Abends kalt wird (Zitat Mutter) hatte ich natürlich doch noch ne Jacke im Auto liegen.

Gebraucht wurde die aber dann tatsächlich nicht. Das Wetter hielt was es am Morgen versprochen hatte und auch unsere Jungs auf dem Platz trugen zu einem richtig guten Tag bei. Im Gegensatz zu der Sonne brauchten sie aber eine ganze Weile um richtig warm zu werden.  Mit den Gästen aus Köln verhielt es sich dabei ganz anders. Die waren schon zu Beginn des Spiels auf 180 und legten los, als wären die weißen Linien auf unserem brandneuen Rasen nicht die ersten, die sie an diesem Tag zu Gesicht bekamen.

In der Folge trafen die Gäste dann auch durchaus berechtigt zum 0:1, was die Laune der durchaus zahlreich mitgereisten rot/weißen Anhänger noch weiter steigerte. Diese präsentierten sich vor allem zu Beginn des Spiels sowieso ausgesprochen gut. Auch über das ganze Spiel gesehen, dürften nur die ekelhaften Blauen dauerhaft noch lauter gewesen sein. Die hatten allerdings auch ein kleines bisschen länger was zu feiern. Für die Kölner ging es nämlich nach dem Treffer Stück für Stück  bergab. Zu behaupten das wäre durch wunderschönes Spiel unsererseits so gekommen wäre dabei allerdings schon eher dreist gelogen.

Die Meister des schönen Spiels werden wir diese Saison sicher nicht mehr. Statt wie eine Gazelle über den Platz zu schweben, verbeißen wir uns eher in den Gegner wie ein geistesgestörter Löwe. Sieht meistens eher weniger gut aus, ist aber auf lange Sicht eine durchaus effektive Angelegenheit und so konnten wir auch am Samstag nach einer ganze Weile Rumgestolper mit einer Menge Willenskraft den Ausgleich erziehlen und in der Folge das Spiel sogar drehen. Gegen Ende des Spiels sah das dann auch richtig gut aus. Aber spätestens seit Hannover wissen wir ja, dass so ein Vorsprung auch schnell mal wieder weg sein kann. Vor allem, wenn es nur ein Tor ist, wie am Samstag.

Diese Unsicherheit schien auch die Kölner zu plagen und so entschied sich einer von ihnen die Sache dann mal endlich zuende zu bringen und schob eiskalt zum 3:1 ins eigene Tor ein. Absolut unhaltbar, ein klasse Ding.

Wenn aber schon nette Gesten der Gäste das Thema sind, muss unbedingt und ganz im Ernst auch auf die Aktion zum Wiederanpfiff nach der Pause hingewiesen werden. Dabei zeigte sich die Kölner Szene per Spruchband mit unseren 119 ausgesperrten Borussen solidarisch. Eine absolut bemerkenswerte Aktion, die viel Lob verdient.

Wie bitter das Schicksal dieser 119 ist, konnten wir auch nach dem Spiel wieder erfahren, als wir einige Bekannte auf dem Parkplatz trafen die, wie viele andere, völlig zu unrecht den Spielen unseres geliebten Ballspielvereins nicht mehr beiwohnen dürfen. Ein Umstand der mich immer wieder aufs neue mit Wut und Verachtung für dieses System der „Recht“sprechung erfüllt.

Im Anschluss ging es dann mit gewohnter Gelassenheit zurück Richtung Unterfranken. Anstoßzeiten bei denen man nicht erst mitten in der Nacht nach Hause kommt sind wirklich eine feine Sache.

In der zweiten Woche sollte sich jetzt eigentlich alles um die Vorbereitung aufs Abitur drehen. Ob das klappt bleibt abzuwarten.

Alle Gedanken richten sich schon jetzt nur auf Freitag.

BVB II vs. GEsindel II

18:00 Uhr – Rote Erde

A: Lukas

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